13 March 2026, 06:06

Apotheker protestieren bundesweit für wirtschaftliche Rettung ihrer Branche

Eine große Gruppe von Menschen steht an der Straße, einige halten Schilder, mit einem Fahrrad im Vordergrund und Bäumen und einem Pfahl im Hintergrund, bei einer Black-Lives-Matter-Demonstration in Berlin.

Apotheker protestieren bundesweit für wirtschaftliche Rettung ihrer Branche

Apotheker in ganz Deutschland bereiten Großprotest am 23. März vor

Mit bundesweiten Schließungen und Kundgebungen in vier Städten fordern Apotheker an diesem Tag dringend wirtschaftliche Hilfen für die krisegeplagte Branche. Der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) organisiert die Mobilisierung der Kollegen und stellt kostenlose Busse für die zentrale Veranstaltung in Düsseldorf bereit.

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Apotheken hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Der Umsatz sank 2023 um 2,5 Prozent und 2024 noch einmal um 3,8 Prozent, während die Kosten stark stiegen. Seit 2020 mussten rund 1.200 Apotheken schließen – bedingt durch niedrige Medikamentenpreise und übermäßige Regulierung, wie aus dem Jahresbericht 2025 der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) hervorgeht. Die Apothekerverbände fordern nun höhere Vergütungen, eine Reform des Arzneimittelpreisvergleichs, weniger Bürokratie sowie Fördermittel für die Digitalisierung.

Die zentrale Kundgebung in Düsseldorf beginnt um 11:00 Uhr am Burgplatz, die Hauptdemonstration dauert von 12:00 bis 13:00 Uhr. Der AVNR hat kostenlose Busse von wichtigen Standorten in Nordrhein organisiert, um eine hohe Beteiligung zu gewährleisten. Verbandsvorsitzender Thomas Preis betonte die Notwendigkeit sofortiger, bedingungsloser wirtschaftlicher Entlastung und rief zur Geschlossenheit der Apotheker auf.

Die Proteste richten sich auch an Gesundheitsministerin Nina Warken, von der die zügige Umsetzung längst versprochener Gebührenerhöhungen gefordert wird. Die Organisatoren hoffen, möglichst viele Kollegen zur Demonstration zu mobilisieren, um die Dringlichkeit ihrer Anliegen zu unterstreichen.

Die Kundgebungen am 23. März markieren einen entscheidenden Moment für die deutsche Apothekenbranche. Angesichts sinkender Einnahmen, steigender Schließungen und uneingelöster Versprechen kämpft die Branche für konkrete finanzielle und regulatorische Veränderungen. Kostenlose Transportmöglichkeiten und abgestimmte Aktionen sollen die Teilnahme maximieren und den Druck auf die Politik erhöhen.

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