13 March 2026, 08:08

Apothekenstreik in Baden-Württemberg: Keine flächendeckenden Schließungen am 23. März

Eine große Gruppe von Menschen versammelt sich in einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Texttafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenlichter im Hintergrund, was auf eine Demonstration hindeutet.

Apothekenstreik in Baden-Württemberg: Keine flächendeckenden Schließungen am 23. März

Apotheken in Baden-Württemberg streiken am 23. März nicht mehr flächendeckend

Die für den 23. März geplanten vollständigen Schließungen von Apotheken im Land werden nicht stattfinden. Das Sozialministerium Baden-Württembergs hat den Streik als rechtswidrig eingestuft und die Schließungen untersagt. Apotheker müssen nun nach anderen Wegen suchen, um ihre Forderungen zu artikulieren – ohne den Betrieb einzustellen.

Ursprünglich hatte der Landesapothekerverband zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Die Landesapothekerkammer erklärte jedoch, dass eine komplette Schließung gegen geltendes Recht verstoßen würde. Daraufhin zog der Verband seine Pläne zurück und rief die Mitglieder dazu auf, alternative Protestformen zu wählen.

Laut einer Allgemeinverfügung dürfen Apotheken am 23. März nun noch drei Stunden geöffnet bleiben, bevor sie schließen. Weitere Protestaktionen umfassen das Tragen von Warnwesten, das Abdunkeln der Beleuchtung und das Anbringen von Absperrband. Zudem wurden die Mitarbeiter aufgefordert, direkt mit Kunden über ihre Anliegen zu sprechen.

Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme der Bundesregierung oder des Bundesgesundheitsministeriums zu der Entscheidung. Im Mittelpunkt steht weiterhin das Urteil aus Baden-Württemberg, das eine vollständige Schließung der Apotheken während des Streiks verhindert.

Der Protest nimmt nun eine andere Form an: Statt flächendeckender Schließungen wird es begrenzte Öffnungszeiten und symbolische Aktionen geben. Die Apotheker müssen sich an die Vorgaben des Landes halten, können ihre Botschaft aber dennoch vermitteln. Die Entwicklung könnte richtungsweisend für künftige Konflikte in der Branche sein.

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