Zwischen Quotenhits und Skandalen: Wie das deutsche Fernsehen um Zuschauer kämpft
Zwischen Quotenhits und Skandalen: Wie das deutsche Fernsehen um Zuschauer kämpft
Deutsches Fernsehen erlebte in den letzten Monaten Höhen und Tiefen
Von rekordverdächtigen Sportquoten bis hin zu umstrittenen Reality-Shows sahen sich die Sender sowohl mit Lob als auch mit Kritik konfrontiert. Während langjährige Formate mit sinkenden Zuschauerzahlen kämpften, sorgten neue Produktionen für Debatten über Qualität und kulturelle Sensibilität.
Die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft wurde während der Europameisterschaft zum Quotenrenner. Ihre Spiele verfolgten im Schnitt jeweils zehn Millionen Zuschauer, besonders das dramatische Viertelfinale gegen Frankreich stach heraus.
Anders sah es bei Unterhaltungssendungen aus: Das Supertalent beendete seine letzte Staffel mit nur 1,38 Millionen Zuschauern beim Samstagabend-Finale in der Prime Time – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Jahren. ProSiebens Daily-Soap Cooking Academy wurde nach wenigen Wochen wegen schwacher Quoten abgesetzt. Dagegen gewann Ein richtig guter Quiz (mit riesiger Geldprämie) trotz durchschnittlicher Einschaltquoten einen Deutschen Fernsehpreis.
Kontroversen machten ebenfalls Schlagzeilen: Heidi Klums Oktoberfest-Event im Münchner Hofbräuhaus, ausgestrahlt von ProSieben, wurde wegen kultureller Aneignung kritisiert. Auch das Historien-Drama Oktoberfest 1905 geriet in die Kritik – trotz hoher Produktionswerte wurde ihm historische Ungenauigkeit vorgeworfen. Die ARD-Produktion Mozart/Mozart versuchte zwar innovativ zu sein, scheiterte aber an schwacher Schauspielleistung, holprigen Dialogen und musikalischen Fehlern.
Journalistische Standards wurden infrage gestellt, als Julia Ruhs’ Klar-Folge zum Thema Migration gegen ethische Richtlinien verstoßen haben soll. Der NDR beendete die Zusammenarbeit mit ihr, während sie beim BR bleibt. Ebenfalls für Diskussionen sorgte die frühere RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle, die nach ihrem vorzeitigen Ruhestand neben ihrem monatlichen Gehalt von 7.000 Euro eine lebenslange Rente von 8.400 Euro pro Monat erhielt.
Positiv zu vermerken ist die Zusammenarbeit des NDR mit Stefan Raab für den Eurovision Song Contest, bei dem Österreichs Abor & Tynna mit Baller den 15. Platz erreichten. Der Wettbewerb selbst stand jedoch im Schatten von Boykottdrohungen wegen Israels Teilnahme. Zudem zeigte die ARD Porträt-Dokumentationen über Sportlegenden, darunter die polarisierende Figur Jérôme Boateng.
Bei fiktionalen Formaten gab es gemischte Reaktionen: Nina Gummich erhielt für ihre nuancierte Darstellung in der ARD-Produktion Mord auf dem Inka-Pfad viel Lob. Die ZDF-Verfilmung von Oskar Maria Grafs Unruhe um einen Friedfertigen unter dem Titel Sturm am Horizont thematisierte den Aufstieg des Faschismus in einem bayerischen Dorf.
Die vergangene Saison zeigte, wie sich die Zuschauerpräferenzen wandeln und wie riskant umstrittene Programme sein können. Während Sport und Großereignisse weiterhin hohe Quoten erzielten, hatten klassische Unterhaltungsformate zunehmend Schwierigkeiten, relevant zu bleiben. Rechtliche Auseinandersetzungen, kulturelle Debatten und Qualitätsbedenken verschärften die Herausforderungen für die Branche – die Sender müssen sich anpassen oder weitere Rückgänge hinnehmen.
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