Zwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Busses in Salzgitter
Nico KellerZwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Busses in Salzgitter
Zwei Schülerinnen aus Salzgitter kämpfen darum, den On-Demand-Busverkehr Flexo zu retten, bevor die Finanzierung ausläuft. Der Service, der Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt bedient, soll Ende 2026 eingestellt werden – es sei denn, lokale Verantwortliche sichern neue Mittel.
Flexo wurde ursprünglich mit regionaler Förderung eingeführt und erhält seit Jahren einen 50-prozentigen Zuschuss vom Regionalverband Braunschweig. Diese Unterstützung endet jedoch Ende 2026, sodass die Kommunen die Kosten künftig selbst tragen müssten. Während der Service im Landkreis Gifhorn bereits bis 2033 und in Baddeckenstedt bis 2031 gesichert ist, bleibt seine Zukunft in Salzgitter ungewiss.
Ece Hickorkmaz und Esila Isbirli, die beiden Schülerinnen, die die Kampagne anführen, haben bereits zahlreiche Initiativen gestartet, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Sie trafen sich mit dem Betriebsrat der KVG, verteilten Flyer und wandten sich an lokale Politiker – darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Salzgitterer Stadtteils Nordost. Zudem sammelte eine Online-Petition zum Erhalt von Flexo bis Sonntag bereits 460 Unterschriften.
Für Hickorkmaz ist der Service eine persönliche Angelegenheit: Nach ihrem Schulabschluss möchte sie Flexo für ihre Berufsausbildung nutzen. Die endgültige Entscheidung über eine Verlängerung der Förderung liegt nun bei den Kommunalpolitikern, die noch in diesem Jahr die notwendigen Beschlüsse fassen müssen.
Ohne neue Finanzmittel wird Flexo in Salzgitter nach 2026 nicht mehr fahren. Die Schülerinnen haben mit ihrem Engagement Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen – doch ob der Service erhalten bleibt, hängt davon ab, ob die lokalen Verantwortlichen die weitere finanzielle Unterstützung bewilligen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Anwohner auch künftig auf dieses flexible Verkehrsangebot zugreifen können.






