02 May 2026, 02:05

Wolfsrudel reißt 20 Schafe trotz Hochsicherheitszaun – Schäfer gibt auf

Offenes Buch mit einer Illustration eines Schafs, das in einem bewaldeten Gebiet grast, umgeben von Bäumen, Pflanzen und Wasser, mit sichtbarem Text, der "Die Geschichte des Schafs" auf der rechten Seite trägt.

Wolfsrudel reißt 20 Schafe trotz Hochsicherheitszaun – Schäfer gibt auf

Wolfsrudel reißt in Schwanewede ganze Schafherde – trotz aufwendiger Schutzmaßnahmen

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs hat ein Wolfsrudel in Schwanewede eine gesamte Schafherde gerissen. Mehr als 20 Tiere starben, obwohl der Schäfer umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte. Der lokale Schäfer Karsten Bode, der rund 7.000 Euro in Sicherheitstechnik investiert hatte, sieht sich nun mit dem Verlust seiner Existenzgrundlage konfrontiert.

Der Angriff ereignete sich in den frühen Stunden, als die Wölfe in ein stark gesichertes Gehege eindrangen. Der 1,70 Meter hohe Stahlzaun, der mit Stacheldraht versehen und mit 10.000 Volt unter Strom stand, hielt sie nicht auf. Der hinzugezogene Tierarzt Dr. Hinrich Horstmann fand eine verwüstete Szene vor: Über 20 Schafe waren tot, die meisten mit schweren Halsverletzungen. Drei Tiere waren so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten.

In der Nähe lagernde Camper, die von dem Angriff nichts mitbekommen hatten, hätten den Wölfen begegnen können. Ihre Kinder spielten häufig in demselben Bereich – eine besorgniserregende Situation für die öffentliche Sicherheit. Es handelt sich bereits um den zweiten schweren Wolfsangriff in der Region innerhalb von nur drei Wochen.

Die Behörden teilten Bode später mit, dass sein Zaun nicht vollständig den Vorschriften entsprochen habe. Daher werde es keine Entschädigung geben. Angesichts der wachsenden Verluste und ohne Unterstützung haben Bode und seine Frau beschlossen, die Schafzucht aufzugeben. Die überlebenden Tiere wurden in einen Stall gebracht, um sie zu schützen.

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Die wiederholten Angriffe werfen Fragen über die Zukunft der Schafhaltung in der Region auf. Ohne finanzielle Hilfe und bei steigenden Kosten kämpfen Landwirte wie Bode ums Überleben. Der jüngste Vorfall unterstreicht die zunehmende Herausforderung, Artenschutz und landwirtschaftliche Existenz zu vereinen.

Quelle