Wolfsburgs historisches Heiligen-Geist-Ensemble soll zum kulturellen Zentrum werden
Charlotte JägerWolfsburgs historisches Heiligen-Geist-Ensemble soll zum kulturellen Zentrum werden
Wolfsburg plant Sanierung und Umnutzung des historischen Heiligen-Geist-Ensembles
Die Stadt Wolfsburg möchte den historischen Komplex erhalten und gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich machen. Bis zu eine Million Euro könnten über eine Stiftung für das Projekt bereitgestellt werden.
Voraussetzung für den Start der Arbeiten ist jedoch, dass die Evangelisch-lutherische Landeskirche das Eigentum an der Immobilie überträgt. Ohne diesen Schritt kann das Vorhaben nicht vorankommen. Zudem müssen zuvor Machbarkeitsstudien zu Sanierungskosten, künftiger Nutzung und Finanzierung abgeschlossen werden.
Geplant ist eine Mischung aus kulturellen Veranstaltungen, gemeinschaftlichen Wohnräumen und sozialen Begegnungsstätten. Auch der Bau einer Kindertagesstätte ist Teil des Konzepts. Professor Rolf Schnellecke, Sprecher der Stiftung, betonte, wie wichtig es sei, dass die Wolfsburgische Bürgergemeinschaft die Kontrolle über das Gelände behält – unter kommunaler Aufsicht.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann unterstützt das Projekt und bezeichnet das Ensemble als „Identitätskern der Stadt“. Kai-Uwe Hirschheide, Leiter der Stadtplanung, sieht darin eine seltene Chance für eine behutsame Sanierung und eine neue Nutzung. Der Stadtrat wird am 13. Mai über die Beteiligung Wolfsburgs an der Forum Alvar Aalto Stiftung beraten.
Bei einer Zustimmung soll aus dem Heiligen-Geist-Ensemble ein öffentlicher und kultureller Mittelpunkt entstehen. Ob die Sanierung realisiert wird, hängt von der finanziellen Beteiligung der Stadt und der Zusammenarbeit mit der Kirche ab. Eine Entscheidung über Förderung und Mitwirkung wird nach der Ratssitzung erwartet.






