17 June 2026, 17:22

WM-Fieber kostet deutsche Unternehmen Milliarden – was Arbeitnehmer jetzt riskieren

Weltmeisterschaft kostet deutsche Unternehmen 1,1 Milliarden Euro - so viel weniger arbeiten die Deutschen

WM-Fieber kostet deutsche Unternehmen Milliarden – was Arbeitnehmer jetzt riskieren

Die laufende Fußball-Weltmeisterschaft sorgt für Störungen in deutschen Betrieben. Das Turnier erstreckt sich über fast fünf Wochen mit rekordverdächtigen 104 Spielen, von denen viele spätabends oder frühmorgens angepfiffen werden.

Deutsche Unternehmen verzeichnen während der WM erhebliche Produktivitätsverluste. Arbeitnehmer verlieren im Laufe des Turniers insgesamt etwa zwölf Arbeitsstunden. Im Schnitt wenden Beschäftigte täglich 26 Minuten für WM-Inhalte auf, was die Wirtschaft insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro kostet.

Viele Mitarbeiter geben zu, während der Arbeitszeit heimlich Spiele zu verfolgen. Weltweit tut dies etwa jeder siebte Arbeitnehmer. Gerichte haben entschieden, dass das Hören von Spielen im Radio erlaubt ist, solange es Kollegen nicht stört oder die Leistung beeinträchtigt.

Arbeitgeber haben klare Rechte bei Fehlverhalten. Wer nach nächtlichen Spielen zu spät kommt, riskiert Abmahnungen oder sogar die Kündigung. Betrunken zur Arbeit zu erscheinen, kann dazu führen, dass man unbezahlt nach Hause geschickt wird. Das deutsche Arbeitsrecht besagt zudem, dass Beschäftigte kein automatisches Recht haben, die WM während der Arbeitszeit ohne Erlaubnis zu verfolgen.

Der verlängerte Turnierplan mit späten Anpfiffzeiten stellt die Disziplin in den Betrieben auf die Probe. Unternehmen verlieren Milliarden, während Arbeitnehmer bei unentschuldigtem Fehlen oder verminderter Leistung mit Konsequenzen rechnen müssen. Die rechtlichen Vorgaben bleiben streng – unerlaubte Ablenkungen während der Arbeitszeit werden nicht geduldet.

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