20 June 2026, 02:04

Wiener Festwochen 2024: Rekorde, Skandale und Milo Raus Götter-Republik

Wiener Festwochen: Nun kehrt Frieden in den Staat der Götter zurück

Wiener Festwochen 2024: Rekorde, Skandale und Milo Raus Götter-Republik

Die Wiener Festwochen präsentierten in diesem Jahr mutige und vielseitige Aufführungen. Milo Raus Inszenierung Republik der Götter lief fünf Wochen lang und zog große Aufmerksamkeit auf sich. Das Festival bot zudem herausragende Darbietungen, Besucherrekorde und einige bemerkenswerte Fehlschläge.

Milo Rau bezeichnete sein Werk als die „größte Inszenierung aller Zeiten“ und als Weltpremiere. Seine Republik der Götter wurde zum Mittelpunkt des Festivals. Fast 196.000 Besucher strömten zu den Veranstaltungen – allein die Eröffnungsveranstaltung auf dem Heldenplatz lockte 196.000 Menschen an.

Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte von Patti Smith sowie Florentina Holzingers Pfingstspiel. Auch Angélica LiddellsSeppuku: Die Bestattung Mishimas oder die Lust am Sterben hinterließ einen starken Eindruck. Thorsten Lensings Tanzende Idioten erhielt Lob, insbesondere für Ursina Lardis Darstellung einer todkranken Frau.

Brigitta Muntendorfs Musiktheaterstück Der Tag davor entwickelte sich zu einem Manifest gegen Gewalt. Die interaktive Performance Turn der Gob Squad erforschte mit Publikumsbeteiligung den Doppeleffekt. Doch nicht alle Produktionen überzeugten: Nestervals Adaption des Nibelungenstoffs, inspiriert von Götterdämmerung, fand wenig Anklang. Susanne Kennedys Parsifal litt unter den überwältigenden Digital-Effekten von Markus Selg.

Das Festival verzeichnete große Besucherzahlen und bot eine Mischung aus Triumphen und Enttäuschungen. Milo Raus ehrgeiziges Projekt und andere denkwürdige Aufführungen prägten die Veranstaltung. Besucherrekorde und künstlerische Wagnisse bestimmten das Programm dieses Jahres.

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