08 April 2026, 06:05

Wie Nils von der Kall die Zeit durch die Medienkrise steuert

Schwarzes und weißes Bild eines Mannes in Anzug und Krawatte umgeben von kleineren Fotos von Menschen, Gebäuden und Text auf der Titelseite der New York Daily News vom 1. Oktober 1894.

Wie Nils von der Kall die Zeit durch die Medienkrise steuert

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit, wo er nach der langen Amtszeit von Rainer Esser die Nachfolge antrat. Der neue Chef steht nun vor einer sich rasant wandelnden Medienlandschaft, in der traditionelle Ansätze keinen Erfolg mehr garantieren. Unter seiner Führung hat der Verlag bereits Rekord-Abonnentenzahlen erreicht – doch die Herausforderungen bleiben bestehen.

Von der Kall trat sein Amt in einer Phase wachsenden Drucks auf die Branche an. Schwache Werbeeinnahmen und sich verändernde Lesegewohnheiten zwingen Verlage dazu, ihre Strategien grundlegend zu überdenken. Er hat deutlich gemacht, dass die Zeit nicht einfach "weiterwursteln" werde.

Derzeit läuft eine umfassende Überprüfung der wichtigsten Ressorts des Verlags. Ziel ist es, eine langfristige Ausrichtung zu definieren, die das Unternehmen über das Jahr 2030 hinaus absichert. Trotz der externen Belastungen sind die Abonnementzahlen auf ein Allzeithoch gestiegen – ein Zeichen für die starke Leserbindung.

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Der CEO verweist zudem auf einen grundlegenden Wandel in der Medienwelt. Immer mehr Verlage erkennen, dass tiefgreifende Veränderungen nötig sind, um qualitativ hochwertigen Journalismus zu erhalten. Von der Kall beabsichtigt, die Prioritäten der Zeit selbst zu gestalten und die Marke in einem sich wandelnden Markt relevant zu halten.

Mit den Rekord-Abonnementzahlen beginnt für die Zeit unter der Führung von der Kalls eine neue Phase. Seine strategische Bestandsaufnahme und der Fokus auf langfristige Planung sollen den Verlag für nachhaltigen Erfolg positionieren. Angesichts der Branchenumbrüche wird Anpassungsfähigkeit jedoch auch in den kommenden Jahren entscheidend bleiben.

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