Warum „Dinner for One“ seit 60 Jahren unseren Silvesterabend beherrscht
Warum „Dinner for One“ seit 60 Jahren unseren Silvesterabend beherrscht
Jedes Jahr an Silvester schalten Millionen in Deutschland und Österreich ein, um Dinner for One zu sehen – eine kurze Komödie, die längst zum geliebten Kult geworden ist. Der 1963 unter der Regie von Heinz Dunkis entstandene Film mit Freddie Frinton und May Warden in den Hauptrollen dreht sich um eine ältere Dame der Oberschicht und ihren Butler während einer skurrilen Geburtstagsfeier. Obwohl die Vorlage auf einem Theaterstück von Roy Calf basiert, bleiben die Ursprünge des Films etwas im Dunkeln – kein einzelner Schöpfer wird für das Konzept genannt.
Die Handlung spielt in einem prunkvollen englischen Salon um das Jahr 1900, wo Miss Sophie, eine 90-jährige Aristokratin, ihr jährliches Geburtstagsdinner ausrichtet. Der Haken: Ihre vier engsten Freunde – Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom – sind längst verstorben. Unbeirrt besteht sie darauf, mit ihnen zu feiern, und zwingt ihren Butler James, nacheinander jeden Gast zu verkörpern.
Das Mahl folgt einem strengen, mehrgängigen Ablauf, bei dem zu jedem Gang ein bestimmtes Getränk serviert wird: Sherry, Weißwein, Champagner und Portwein. Während James pflichtbewusst die Rollen aller vier Gäste übernimmt, muss er auch deren Getränke zu sich nehmen. Seine zunehmend alkoholisierte Verwirrung bildet den Kern der Farce – mit lallender Sprache, torkelnden Schritten und übertriebenen Manieren, die ins Chaos münden. Doch hinter dem Humor verbirgt sich eine schärfere Botschaft: Miss Sophies Einsamkeit und die Absurdität ihres Rituals entlarven die Isolation des Alters, verhüllt in den Relikten einer untergehenden Klassenordnung. Die Sketch parodiert die starren Konventionen der britischen Upperclass, bei der Äußerlichkeiten innere Leere überdecken. James, offiziell ihr Diener, verbindet mit ihr ein stilles Einverständnis – teils Komplize, teils Ermöglicher –, das die Grenzen zwischen Pflicht und Abhängigkeit verschwimmen lässt.
2025 wird mit Miss Sophie eine Amazon-Serie anlaufen, die die Vorgeschichte der Figur auf Basis von Thore Hansens Buch erzählt – adaptiert von Christopher Hampton. Doch das Original bleibt ein kulturelles Grundnahrungsmittel, das die Wartezeit bis Mitternacht mit einer Mischung aus Witz, Melancholie und schierem Unsinn füllt.
Seit den frühen 1970er-Jahren ist Dinner for One fester Bestandteil des Silvesterprogramms im deutschsprachigen Raum. Sein anhaltender Erfolg liegt im Kontrast zwischen steifer Oberschicht-Etikette und dem schrittweisen Verlust von James’ Würde. Die Verbindung aus Ritual, Satire und Slapstick trifft noch immer ins Schwarze – und macht aus einer britischen Kuriosität eine unwahrscheinliche, aber unerschütterliche Jahresendtradition.
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