Warnstreiks legen Ikea-Filialen bundesweit lahm – Verdi eskaliert Tarifkonflikt
Nico KellerWarnstreiks legen Ikea-Filialen bundesweit lahm – Verdi eskaliert Tarifkonflikt
Warnstreiks breiten sich im deutschen Einzelhandel aus
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen in allen Ikea-Filialen bundesweit aufgerufen – bereits jetzt beteiligen sich Beschäftigte weiterer Unternehmen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Forderungen nach höheren Löhnen sowie Kritik an geplanten Stellenstreichungen.
Am Mittwoch legten über 600 Mitarbeiter aus dem Einzel- und Großhandel in Niedersachsen und Bremen die Arbeit nieder. Erstmals schlossen sich dabei auch Beschäftigte von C&A, Connox und Kind Hörgeräte den Protesten an.
Verdi ruft nun alle sieben Ikea-Standorte in der Region zum Streik auf. Am Freitag wollen die Belegschaften der beiden Hannover-Filialen am Standort ExpoPark zusammenkommen. Weitere Aktionen sind für Oldenburg und Braunschweig am selben Tag geplant.
Die Gewerkschaft argumentiert, dass Ikeas solide finanzielle Lage höhere Löhne für die Beschäftigten rechtfertigt. Zudem kritisiert sie die angekündigten Stellenabbaupläne des Konzerns. Von den Streiks betroffen sein werden voraussichtlich mehr als die Hälfte der deutschen Ikea-Filialen.
Die Arbeitsniederlegungen markieren eine Zuspitzung im Tarifkonflikt. Mittlerweile sind Beschäftigte verschiedener Handelsketten beteiligt, und die Proteste werden den Betrieb in zahlreichen Ikea-Häusern beeinträchtigen. Verdi bleibt bei seinen Kernforderungen: mehr Lohn und sichere Arbeitsplätze.






