Warnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für höhere Löhne gegen Inflation
Lina HuberWarnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für höhere Löhne gegen Inflation
Warnstreik bei Lorenz Snacks in Hankensbüttel: Belegschaft legt am Freitag bis 14 Uhr die Arbeit nieder
Am Freitag streiken die Beschäftigten der Lorenz Snacks GmbH & Co KG in Hankensbüttel im Rahmen eines Warnstreiks bis 14 Uhr. Fast die gesamte Belegschaft am Standort beteiligt sich an der Aktion. Damit beginnt eine erste Welle von Arbeitsniederlegungen in der deutschen Süßwarenbranche.
Der Streik folgt auf frühere Proteste in der Branche. Bereits am 4. Juni hatten rund 200 Mitarbeiter des Herstellers Bahlsen demonstriert. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die die Beschäftigten vertritt, verhandelt derzeit mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI).
Die Arbeitnehmer fordern eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate. Die Arbeitgeber bieten hingegen einen Lohnstopp für sechs Monate an, gefolgt von einer Erhöhung um 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,5 Prozent im Jahr 2027. Die NGG bezeichnet dieses Angebot als völlig unzureichend. Alexander Nimptsch, Bezirkssekretär der Gewerkschaft, betont, dass die Beschäftigten durch die steigenden Lebenshaltungskosten zunehmend unter finanziellen Druck geraten.
Die deutsche Süßwarenindustrie ist der viertgrößte Lebensmittelzweig des Landes und beschäftigt bundesweit rund 60.000 Menschen. Der Warnstreik bei Lorenz Snacks in Hankensbüttel zeigt die wachsende Unzufriedenheit in der Branche. Die Arbeitnehmer kämpfen für höhere Löhne, um die Inflation auszugleichen – doch zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft bleibt die Lohnfrage weiter umstritten.






