Wadephul kündigt pragmatischen Kurswechsel in der deutschen Außenpolitik an
Niklas MüllerWadephul kündigt pragmatischen Kurswechsel in der deutschen Außenpolitik an
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat eine neue Ausrichtung der deutschen Außenpolitik vorgegeben. Er rückt damit von der bisherigen Praxis ab, Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage des Völkerrechts zu treffen.
Wadephul betonte, dass das Völkerrecht zwar weiterhin ein wichtiger Rahmen bleibe. Allerdings dürfe es nicht der einzige Maßstab für die deutsche Außenpolitik sein, so der Minister.
Er unterstrich die Notwendigkeit eines pragmatischen Ansatzes. Deutschland und Europa müssten bei ihren Entscheidungen auch wirtschaftliche Interessen und Bündnissysteme berücksichtigen.
Die Haltung des Ministers deutet auf einen Kurswechsel hin. Künftig soll die Politik rechtliche Prinzipien mit praktischen Erwägungen in Einklang bringen. Mit diesem Ansatz sollen ein breiteres Spektrum nationaler und regionaler Anliegen adressiert werden.






