VW verschiebt Fusion der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Volkswagen wird die Integration seiner sächsischen Tochtergesellschaft um bis zu zwei Jahre verschieben. Die Entscheidung folgt anhaltenden technischen Herausforderungen, insbesondere bei den IT-Systemen. Ursprünglich für Anfang 2027 geplant, muss die Fusion nun erneut überprüft werden.
Der Aufschub ist auf ungelöste Probleme bei der Einführung eines SAP-Systems zurückzuführen. Dieses technische Hindernis zwingt das Unternehmen, den Zeitplan zu überdenken. Eine endgültige Entscheidung wird während der Sitzung des Aufsichtsrats der Volkswagen Sachsen GmbH am Montag fallen.
Die Fusion war erstmals 2021 angekündigt worden, mit einer für Anfang 2027 erwarteten Vollendung. Trotz der Verzögerung wurden die Lohnvereinbarungen für den sächsischen Standort bereits im Januar an die des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg angeglichen. Das Unternehmen bestätigte, dass die Verschiebung die rund 10.000 Mitarbeiter finanziell nicht beeinträchtigen werde.
Die Nachricht kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für das Werk in Zwickau. Kürzliche Verlagerungen mehrerer Modelle und anhaltende Kosteneinsparungen haben den Druck erhöht. Die Anlage steht weiterhin unter strenger finanzieller Aufsicht, während sich der Zeitplan für die Fusion verschiebt.
Die Eingliederung der sächsischen Volkswagen-Betriebe könnte sich nun um bis zu zwei Jahre verzögern. Technische Anpassungen, vor allem in der IT-Infrastruktur, bleiben das Hauptproblem. Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird über die nächsten Schritte für die verschobene Fusion entscheiden.






