"Volkspolizeiruf Tatort Ost": Umstrittene Krimiserie startet auf Telegram mit Uwe Steimle
Nico Keller"Volkspolizeiruf Tatort Ost": Umstrittene Krimiserie startet auf Telegram mit Uwe Steimle
Neue Krimiserie Volkspolizeiruf Tatort Ost startet auf ausgewählten Telegram-Kanälen – bereits vor Premiere umstritten
Die neue Krimiserie Volkspolizeiruf Tatort Ost soll in Kürze über ausgewählte Telegram-Kanäle veröffentlicht werden. In der Hauptrolle ist der ostdeutsche Kabarettist Uwe Steimle zu sehen; die Handlung dreht sich um Verbrechen gegen das „Volk“ der ehemaligen DDR – und hat bereits vor dem Start für Kontroversen gesorgt.
Die Serie entstand als Reaktion auf die Entscheidung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), aufgrund von Budgetkürzungen keine neuen Folgen von Tatort und Polizeiruf 110 mehr zu produzieren. Als Executive Producer zeichnet Holger Friedrich verantwortlich, der bereits durch die Kommerzialisierung ostdeutscher Ressentiments bekannt wurde. Steimle spielt den Kommissar Bemme, einen exzentrischen Ermittler, an seiner Seite agiert Tino Chrupalla als Egon, ein skurriler DDR-Alleskönner aus dem Asservatenraum.
Die Produktion verlief nicht ohne Hindernisse: Es gab Streitigkeiten über die Länge des Drehbuchs sowie Fragen zu den Digitalrechten. Die Pilotfolge Mord unter der Windkraftanlage soll laut Berichten ungewöhnliche 11.000 Seiten umfassen. Steimle wirft zudem den etablierten Medien vor, ihn zum Schweigen bringen zu wollen – was die ohnehin polarisierende Serie zusätzlich in die Kritik bringt.
Die Macher behaupten, die Serie solle eine Lücke in der medialen Repräsentation Ostdeutschlands schließen. Die ungewöhnliche Veröffentlichung über Telegram spricht dabei gezielt ein Nischenpublikum mit politischer Agenda an.
Mit der bevorstehenden Premiere verspricht Volkspolizeiruf Tatort Ost eine Mischung aus Krimihandlung und ostdeutscher Gesellschaftskritik. Die unkonventionelle Produktion und die umstrittenen Themen sorgen dafür, dass die Serie sowohl von Fans als auch von Kritikern genau beobachtet wird. Ob sie darüber hinaus größere Aufmerksamkeit erhält, bleibt abzuwarten.






