Überquellende Altglascontainer im Landkreis Fürth: Warum die Entsorgung stockt
Nico KellerÜberquellende Altglascontainer im Landkreis Fürth: Warum die Entsorgung stockt
Frust bei Anwohnern im Landkreis Fürth: Überquellende Altglascontainer sorgen für Ärger
Ende Mai mussten Bewohner des Landkreises Fürth ihre Wut über überfüllte Altglascontainer und wild entsorgte Flaschen Luft machen. Die Kreisverwaltung hat inzwischen die öffentliche Empörung über die nicht geleerten Behälter eingeräumt. Anders als die kommunale Müllabfuhr fällt die Altglasentsorgung in Deutschland in den Verantwortungsbereich der Dualen Systeme.
Hintergrund des Problems ist, dass die Glasrecycling-Logistik nicht bei den örtlichen Entsorgungsbetrieben, sondern bei den Dualen Systemen liegt. Die Nürnberger Firma Kühl Entsorgung & Recycling Süd GmbH ist für die Leerung der Altglascontainer in der Region zuständig. Laut den geltenden Vereinbarungen sollten die Abholungen bedarfsgerecht erfolgen – mindestens jedoch alle zwei Wochen.
Als Reaktion auf die Kritik hat das Unternehmen Verbesserungen ab dem 1. Juni zugesagt. Dazu gehören die Ausweisung stark frequentierter Standorte als Hotspots, die Aufstellung zusätzlicher Container sowie eine höhere Leerungsfrequenz. Zudem will das Unternehmen die Behälter künftig in doppelten Touren entleeren, um Engpässe zu vermeiden.
Parallel arbeitet die Abfallwirtschaft des Landkreises mit den Landesbehörden für Abfallmanagement an weiteren Lösungsansätzen. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss wird sich in seiner Sitzung am 25. Juni mit der Thematik befassen.
Die Kreisverwaltung betont, dass die Entsorgung von Glasverpackungen weiterhin in der Hand der Dualen Systeme liege – und nicht in der des Landkreises selbst. Die von Kühl Entsorgung & Recycling Süd GmbH angekündigten Maßnahmen sollen künftige Überlastungen verhindern. Die anstehende Ausschusssitzung könnte zusätzliche Schritte einleiten.






