Theo Müller sorgt mit AfD-Koalitionsvorschlag für CDU-Streit in Baden-Württemberg
Charlotte JägerMüller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Theo Müller sorgt mit AfD-Koalitionsvorschlag für CDU-Streit in Baden-Württemberg
Theo Müller, der milliardenschwere Gründer des Molkereiunternehmens Müller, hat mit dem Vorschlag einer Koalition zwischen CDU und der rechtspopulistischen AfD in Baden-Württemberg für Diskussionen gesorgt. Seine Äußerungen folgen einer knappen Landtagswahl, bei der die Grünen die CDU mit nur 0,5 Prozentpunkten Vorsprung knapp schlugen. Beide Parteien verfügen nun über jeweils 56 Sitze im neuen Landtag.
Müller schlug vor, die CDU könnte entweder eine Regierung mit der AfD bilden oder deren Unterstützung für eine Minderheitsregierung annehmen. Er argumentierte, die Partei solle vermeiden, von Cem Özdemir, dem Co-Vorsitzenden der Grünen, in den Schatten gestellt zu werden, der derzeit großen Einfluss im Land hat.
Der Milchindustrielle ist für kontroverse Aussagen zur AfD bekannt. Ende 2023 traf er in Cannes mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel zusammen, was auf Kritik stieß. Diesmal lobte er den Spitzenkandidaten der AfD in Baden-Württemberg, Markus Frohnmaier, und behauptete, "was er sagt, ergibt Sinn".
Trotz Müllers Vorschlägen lehnt die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD weiterhin kategorisch ab. Die Haltung der Partei bleibt unverändert, selbst nach der Wahl, die CDU und Grüne mit gleicher Sitzzahl zurückließ. Die AfD wiederum hat sich bisher nicht öffentlich zu Müllers Aussagen geäußert oder Schritte in Richtung Koalitionsgespräche eingeleitet.
Die Wahlergebnisse führen in Baden-Württemberg zu einer Pattsituation, da weder CDU noch Grüne allein regieren können. Müllers Vorstoß erhöht den Druck, doch die Ablehnung einer AfD-Allianz durch die CDU lässt den Weg zur Regierungsbildung ungewiss. Die nächsten Schritte hängen von Verhandlungen zwischen den etablierten Parteien ab.






