29 April 2026, 16:13

Studierende entwerfen neues Stadtviertel auf ehemaligem Gefängnisgelände Rennelberg

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines gefängnisähnlichen Gebäudes mit einem großen Eingang und mehreren Fenstern sowie begleitendem Text.

Studierende entwerfen neues Stadtviertel auf ehemaligem Gefängnisgelände Rennelberg

Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben neue Entwürfe für das Gelände des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg präsentiert. Ihre Vorschläge sehen ein neues Stadtviertel mit Freiflächen, Kulturstätten und Grünanlagen vor. Die Konzepte sind noch bis zum 20. Mai im historischen Rathaus öffentlich ausgestellt.

Das Projekt startete im Dezember 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt Pläne billigte, eine Entwicklungsstrategie für das Areal zu erarbeiten. Seitdem haben Studierende des Instituts für Städtebau der TU Braunschweig Möglichkeiten erkundet, das Gefängnis und seine Umgebung neu zu nutzen.

Drei preisgekrönte Entwürfe wurden vorgestellt. Der erste, "Von Mauern zu Gemeinschaft", schlägt einen zentralen Platz als Herzstück eines kreativen Campus vor, eingerahmt von symmetrischen Achsen. Der zweite Entwurf, "Wenn Barrieren fallen", konzentriert sich darauf, die abgeschlossene Atmosphäre des Geländes aufubrechen – durch Innenhöfe und einen "Klimawald"-Park entlang eines Hauptwegs. Der dritte, "Nachbarschaft statt Gefängnis", führt eine neue Straße (Rennelbergtwete), einen öffentlichen Platz (Rennelbergplatz) und eine Quartiersgalerie ein, während Teile der alten Gefängnisstruktur erhalten bleiben.

Bevor jedoch mit den Arbeiten begonnen werden kann, muss die Stadt den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen. Bis dahin bleiben die Pläne theoretisch. Doch bereits in diesem Sommer wird das ehemalige Gefängnis vorübergehend wieder seine Tore öffnen – nicht für den Umbau, sondern als Festivalort. Im Juni findet dort das "Theaterformen"-Festival mit einem dichten Programm an Aufführungen statt.

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Die Entwürfe sind bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des Rathauses zu besichtigen. Konkrete Bauzeitpläne gibt es noch nicht, da das Projekt vom laufenden Verkaufsprozess abhängt. Unterdessen bietet die temporäre Nutzung des Gefängnisses als Veranstaltungsort einen Ausblick auf seine mögliche zukünftige Bestimmung.

Quelle