Straßenbahn nach Rautheim: Kostenexplosion droht wie in Volkmarode
Charlotte JägerStraßenbahn nach Rautheim: Kostenexplosion droht wie in Volkmarode
Die Stadtverwaltung hat gewarnt, dass die Kosten für die Straßenbahnstrecke nach Rautheim weiter steigen könnten. Das auf 52,4 Millionen Euro veranschlagte Projekt sollte bereits teurer werden als die Erweiterung in Volkmarode. Die Sorgen vor möglichen Kostenüberschreitungen haben sich verstärkt, nachdem das Volkmarode-Projekt einen Anstieg um 17 Millionen auf insgesamt 58 Millionen Euro verzeichnete.
Die Straßenbahn-Erweiterung in Volkmarode wurde von drastischen Kostensteigerungen betroffen. Ursprünglich mit rund 41 Millionen Euro veranschlagt, liegt die aktuelle Schätzung nun bei 58 Millionen Euro. Dieser starke Anstieg hat Bedenken hinsichtlich des Rautheim-Projekts geweckt, bei dem die Verwaltung ein ähnliches Szenario nicht ausschließt.
Die Grünen haben sich besorgt über die finanziellen Risiken der Rautheim-Strecke geäußert. Gleichzeitig ruht das geplante Wohnbauprojekt mit 800 Wohneinheiten in Rautheim-Möncheberg. Zwar liegen die Baugenehmigungen vor, doch das Vorhaben ist bis zur Klärung der Zukunft der Straßenbahnlinie auf Eis gelegt.
Ein Beschluss des Verwaltungsausschusses knüpft die Straßenbahnverlängerung an das Wohnungsbauvorhaben. Der Stadtrat behält zwar die Befugnis, einen neuen Baubeginn für das Möncheberg-Projekt festzulegen, doch wäre dafür eine Mehrheit nötig. Die ursprünglich für 2028 angestrebte Bauaufnahme rückt damit in immer weitere Ferne.
Straßenbahnausbau und Wohnungsbau bleiben nach aktuellem Stand miteinander verknüpft. Die Kostenunsicherheit bei der Rautheim-Strecke besteht fort, und ein konkreter Zeitplan für den Baubeginn steht noch aus. Die Entscheidung des Rates wird zeigen, ob und wann das Projekt vorankommt.






