Spritpreise explodieren: Rabatt bringt Entlastung, doch Tankstellen kämpfen mit Engpässen
Nico KellerSpritpreise explodieren: Rabatt bringt Entlastung, doch Tankstellen kämpfen mit Engpässen
Spritpreise in Deutschland steigen stark an – Rabatt soll Entlastung bringen, doch erste Engpässe machen Druck
In den vergangenen Wochen sind die Spritpreise in Deutschland deutlich gestiegen. Seit Anfang April müssen Autofahrer tiefer in die Tasche greifen, wobei Diesel am 30. April einen neuen Höchststand erreichte. Nun soll ein staatlicher Preisnachlass die Belastung mindern – doch Lieferengpässe sorgen bereits an einigen Tankstellen für Probleme.
Am 30. April stiegen die Dieselpreise im bundesweiten Schnitt um 17,7 Cent pro Liter. Der Anstieg ist das Ergebnis wochenlanger Preistreiberei, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen unter Druck setzt. Auch die globalen Spannungen spielen eine Rolle: Der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran hatte die Öllieferungen durch die Straße von Hormus behindert.
Als Reaktion darauf führte die Bundesregierung einen zeitweiligen Spritrabatt ein. Ab dem 1. Mai wird die Mineralölsteuer für zwei Monate um 17 Cent pro Liter gesenkt. Die Maßnahme soll die Preise an der Zapfsäule drücken, könnte aber auch zu einem Run auf die Tankstellen führen.
Erste Versorgungsprobleme sind bereits aufgetreten. Eine Tankstelle in Wolfenbüttel ging der E10-Sprit aus, nachdem es zu regionalen Lieferengpässen gekommen war. Angesichts der erwarteten Nachfragespitze könnten sich solche Knappheiten in den kommenden Tagen bundesweit ausbreiten.
Der Spritrabatt wird die Kosten für Autofahrer zwar senken, doch seine Wirkung könnte durch Lieferengpässe begrenzt bleiben. Viele Tankstellen kämpfen bereits damit, die Nachfrage zu bedienen – und die Lage könnte sich weiter verschärfen, falls sich die Knappheit ausweitet. Die Regierungshilfe kommt zu einer Zeit, in der globale Spannungen die Ölpreise weiterhin in Schwankung halten.






