SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups und Wachstum
Nico KellerSPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups und Wachstum
Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Das Vorhaben zielt darauf ab, private Investitionen in Wachstumsunternehmen zu stärken und gleichzeitig die gesetzliche Rente zu reformieren. Bei einer Umsetzung könnte die WIN-Initiative bis 2030 auf 25 Milliarden Euro anwachsen – mehr als das Doppelte des ursprünglichen Ziels.
Erstmals berichtet hatte die Handelsblatt über den Plan, der in einem Positionspapier des Seeheimer Kreises, einer gemäßigteren Gruppe innerhalb der SPD, detailliert dargestellt wird. Der Vorschlag folgt jüngsten Bundestagsreformen bei privaten Altersvorsorgeprodukten und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei ein umfassenderes Reformpaket finalisiert.
Laut dem Konzept soll ein neuer "Bundesrentenfonds" geschaffen werden. Dieser könnte bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Anfangs würde das System als freiwilliges Angebot für betriebliche und private Altersvorsorge fungieren, bevor es schrittweise auch die gesetzliche Rente unterstützt.
Die Abgeordneten schlagen zudem vor, die Regulierung zu lockern, um Versicherungen und Pensionsfonds flexiblere Investitionen in Start-ups zu ermöglichen. Weitere Maßnahmen umfassen Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung, um Anreize für junge Unternehmen zu verbessern. Neue Tranchen in Dachfonds sollen privaten Anlegern zudem den Zugang zu Wachstumsunternehmen erleichtern.
Die geplanten Reformen würden das deutsche Rentensystem grundlegend umgestalten, indem sie private Kapitalanlagen stärker einbinden. Bei einer Umsetzung würde das Wachstum der WIN-Initiative auf 25 Milliarden Euro bis 2030 eine deutliche Steigerung gegenüber dem ursprünglichen Ziel von 12 Milliarden Euro bedeuten. Gleichzeitig erhielten Start-ups und wachstumsstarke Unternehmen besseren Zugang zu Finanzmitteln.






