Siemensstadt Square plant fast doppelt so viele Wohnungen in überarbeitetem Masterplan
Nico KellerSiemensstadt Square plant fast doppelt so viele Wohnungen in überarbeitetem Masterplan
Siemensstadt Square in Berlin stellt überarbeiteten Masterplan vor – fast doppelt so viele Wohnungen geplant
Der Berliner Stadtteil Siemensstadt Square hat einen überarbeiteten Bebauungsplan vorgestellt, der die Wohnkapazität auf 3.750 Wohnungen nahezu verdoppelt. Die aktualisierte Planung sieht zudem weniger Büroräume vor und bündelt Gewerbeflächen in einem neuen Innovationscampus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete die Änderungen als einen "entscheidenden Meilenstein" für das 76 Hektar große Areal, dessen Bau 2024 beginnen und in den 2030er-Jahren abgeschlossen werden soll. Das Projekt soll das Gebiet in ein gemischtes Viertel für rund 40.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte verwandeln. Neben Wohnraum sind Flächen für Industrie, Freizeit und Grünanlagen vorgesehen. Zudem entstehen eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kitas.
Kernstück des Quartiers ist der neue Innovationscampus, der Unternehmen aus Forschung und Hochtechnologie anziehen soll. Die derzeit sanierte Siemensbahn wird voraussichtlich Ende 2029 wieder den S-Bahn-Betrieb aufnehmen und so die Verkehrsanbindung verbessern.
Die Gesamtinvestitionen in Siemensstadt Square belaufen sich auf voraussichtlich 4,5 Milliarden Euro, wobei Siemens 750 Millionen Euro beisteuert. Die überarbeitete Planung spiegelt eine stärkere Ausrichtung auf Wohnraum wider, behält aber gleichzeitig eine starke gewerbliche und industrielle Prägung bei.
Der Baubeginn ist für nächstes Jahr geplant, die Fertigstellung soll in den 2030er-Jahren erfolgen. Nach Abschluss wird das Viertel Wohnen, Arbeitsplätze und grüne Infrastruktur vereinen. Die reaktivierte Siemensbahn und der Innovationscampus bilden zentrale Elemente der Entwicklung.






