Siemens plant radikale Umstrukturierung für effizientere Technologiegruppe
Niklas MüllerSiemens plant radikale Umstrukturierung für effizientere Technologiegruppe
Siemens erwägt im Rahmen seiner One-Tech-Company-Strategie eine umfassende Umstrukturierung. Dem Plan zufolge könnten die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden. Ziel der Maßnahme ist es, die Geschäftsabläufe zu straffen und doppelte Strukturen abzubauen.
Vor etwa eineinhalb Jahren hatte Vorstandschef Roland Busch die One-Tech-Company-Strategie eingeführt. Damit soll Siemens vom breiten Mischkonzern zu einer stärker integrierten Technologiegruppe umgewandelt werden. Im Zuge der geplanten Änderungen würden die Geschäftsbereiche der aufgelösten Sparten direkt der Konzernführung unterstellt.
Die Neugestaltung zielt insbesondere auf überflüssige Positionen und die parallele Entwicklung ähnlicher Technologien ab. Veränderungen sind in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung zu erwarten. Das Unternehmen betont jedoch, dass derzeit keine Stellenstreichungen vorgesehen seien.
Siemens hat sich nicht zu Details eines Berichts des Handelsblatts über die mögliche Reorganisation geäußert. Auch zu einer möglichen Neuverteilung der Aufgaben der Spartenchefs Matthias Rebellius und Cedrik Neike wollte das Unternehmen keine Stellung nehmen. Die Ausgliederung von Siemens Healthineers Anfang dieses Jahres sollte die Zusammenarbeit der verbleibenden Einheiten verbessern.
Durch die geplanten Änderungen sollen Ineffizienzen abgebaut werden, indem doppelgleisige Arbeiten zwischen den Sparten reduziert werden. Die Geschäftsbereiche würden enger unter zentraler Führung zusammenarbeiten. Wie viele Mitarbeiter indirekt von der Umstrukturierung betroffen sein könnten, hat Siemens nicht mitgeteilt.






