19 March 2026, 16:08

Serengeti-Park verklagt Logistikfirma nach gescheitertem Airbus-Transport über vier Jahre

Eine Monarch Airlines Airbus A320-200 auf einer Landebahn, umgeben von Gras und einem Zaun mit Pfählen und Brettern, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Serengeti-Park verklagt Logistikfirma nach gescheitertem Airbus-Transport über vier Jahre

Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikfirma wegen gescheiterter Airbus-Transportplanung

Der Serengeti-Park in Hodenhagen hat rechtliche Schritte gegen ein Logistikunternehmen eingeleitet, das für die fehlerhafte Planung eines Airbus-Transports verantwortlich sein soll. Der Park wirft dem Unternehmen vor, eine mangelhafte Machbarkeitsstudie erstellt zu haben, die zu einer vierjährigen Verzögerung beim Transport des ausgemusterten Flugzeugs führte. Streitpunkt sind fehlende Genehmigungen für geschützte Landschaften entlang der geplanten Route.

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Der ehemalige Militär-Airbus mit dem Namen "Kurt Schumacher" traf Ende Oktober nach einer dreitägigen Reise auf einem Schwerlasttransporter endlich im Park ein. Der Transport erfolgte nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen um Genehmigungen für drei Schutzgebiete. Parkvertreter geben nun an, das Flugzeug niemals erworben zu haben, wenn ihnen das Ausmaß der Herausforderungen von Anfang an bekannt gewesen wäre.

Der Park fordert 2,4 Millionen Euro Schadensersatz und argumentiert, das Logistikunternehmen habe in seiner Studie notwendige Sondergenehmigungen nicht berücksichtigt. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sein Bericht habe sich ausschließlich auf die technische Machbarkeit bezogen, nicht jedoch auf rechtliche Anforderungen. Sobald der Airbus umgebaut ist, soll er als Restaurant mit 200 Plätzen dienen – davon etwa 150 innerhalb der Maschine selbst.

In Deutschland gibt es seit einigen Jahren eine zunehmende öffentliche Debatte über großangelegte Militärtransporte. Projekte wie der Transport von A400M-Maschinen oder Leopard-2-Panzerkonvois stießen auf Proteste von Umweltschützern und Anwohnern. Gerichte und Verkehrsbehörden haben seitdem die Genehmigungsverfahren verschärft und zusätzliche EU-Lärm- und Sicherheitsvorschriften in die Prüfungen einbezogen.

Der Rechtsstreit zeigt die Risiken auf, die mit Planungsfehlern bei Großtransporten verbunden sind. Sollte die Klage erfolgreich sein, würde die geforderte Summe von 2,4 Millionen Euro die durch die Verzögerung entstandenen Verluste decken. Derweil steht der Airbus weiterhin auf dem Parkgelände und wartet auf seine Umwandlung in eine gastronomische Attraktion.

Quelle