Schweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach Kritik am ivorischen Fußballstil aus
Charlotte JägerSchweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach Kritik am ivorischen Fußballstil aus
Bastian Schweinsteigers jüngste Äußerungen über den Fußballstil der Elfenbeinküste haben für Aufsehen gesorgt. Der ehemalige Nationalspieler bezeichnete ihr Spiel als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild und vielleicht nicht so stark von Taktik geprägt“. Ivory-Coast-Trainer Emerse Faé reagierte empört und warf Schweinsteiger rassistische Untertöne vor.
Schweinsteiger relativierte später seine Worte und betonte, es habe sich um eine rein fachliche Einschätzung gehandelt, die niemand verletzen sollte. ARD-Programmdirektor Axel Balkausky unterstützte diese Position und erklärte, die Aussagen seien rein analytisch gemeint gewesen und keinesfalls rassistisch.
Jürgen Klopp lehnte es ab, sich in die Debatte einzumischen. Er nannte das Thema zwar ernst, fügte aber hinzu, er wisse nicht, was er angemessen dazu sagen könne.
Auf dem Platz sicherte sich Deutschland unterdessen mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Gruppensieg. Trotz der Niederlage zeigte Faés Mannschaft Charakter und feierte mit einem 2:0 gegen Curaçao den ersten Einzug in die K.-o.-Phase einer WM ihrer Geschichte.
Während die Diskussion um Schweinsteigers Aussagen weitergeht, schreibt die Elfenbeinküste mit ihrem historischen Einzug in die Finalrunde Fußballgeschichte. Seine Worte bleiben ein Gesprächsthema – doch der Erfolg des Teams markiert einen Meilenstein für den Fußball des Landes.
