Schneider warnt: Wasserknappheit bedroht Deutschlands Wirtschaft durch Klimawandel
Nico KellerSchneider warnt: Wasserknappheit bedroht Deutschlands Wirtschaft durch Klimawandel
Bundesumweltminister Carsten Schneider warnt vor den schweren wirtschaftlichen Risiken durch steigende Temperaturen. Besonders die Verfügbarkeit von Wasser bereite Unternehmen und der Gesamtwirtschaft zunehmend Sorgen, betont er.
Schneider verweist auf Dürreperioden, sinkende Grundwasserstände und schrumpfende Seen als wachsende Gefahren. Diese Entwicklungen könnten Branchen beeinträchtigen, die auf eine stabile Wasserversorgung angewiesen sind. Gleichzeitig sei das Bewusstsein für solche wasserbedingten Risiken in vielen Betrieben noch immer gering, so der Minister.
Laut Schneider spielt auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Wasserknappheit eine Rolle für die wirtschaftliche Stabilität. Finanzinstitute – darunter die Bundesbank und Versicherungen – berücksichtigten Naturgefahren mittlerweile häufiger bei Kreditentscheidungen. Dieser Wandel zwingt Unternehmen, ihre Risikobewertungen für klimabedingte Bedrohungen zu verbessern.
Rückläufige Grundwasserreserven könnten künftige Investitionen hemmen. Kreditgeber verlangen zunehmend besseres Risikomanagement von Firmen, die Naturgefahren ausgesetzt sind. Die Bundesregierung sieht diese Anpassungen als notwendig an, um die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels zu bewältigen.
