Satire zerpflückt Münchner FDP: OB-Kandidaten zwischen Spott und Selbstzweifeln
Satire zerpflückt Münchner FDP: OB-Kandidaten zwischen Spott und Selbstzweifeln
Satirische Bühnenparodie nimmt Münchens Politik auf die Schippe – FDP und ihre OB-Kandidaten im Fadenkreuz
Ein aktueller satirischer Sketch hat die politische Szene Münchens auf die Schippe genommen und dabei vor allem Vertreter der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie deren Oberbürgermeister-Ambitionen ins Visier genommen. Mit überzeichneten Darstellungen wurden sowohl amtierende Spitzenkräfte als auch mögliche Kandidaten für die Wahl 2024 durch den Kakao gezogen. Im Fokus standen dabei die Parteitreue gegenüber der amtierenden Oberbürgermeisterin sowie die vermeintlichen Schwächen der Alternativkandidaten.
Den Auftakt bildete ein Seitenhieb auf die FDP-Unterstützung für die dritte Amtszeit der Amtsinhaberin. Eine Figur namens "DonQuiSchoche" kämpfte hier symbolisch gegen den Einfluss der CSU – und setzte damit den Ton für die folgende politische Satire.
Katharina Schrader wurde als tollpatschige "Frau Holle" persifliert, die über München herzverstreuend ein Chaos anrichtete. Dominik Tartler hingegen musste sich wegen seines jungen Alters und mangelnder Erfahrung Spott gefallen lassen; die Darstellung stellte seine Eignung für das Oberbürgermeisteramt infrage.
Auch andere Protagonisten kamen nicht besser weg: Franz-Josef Natterer-Babych wurde als selbstverliebter Narzisst karikiert, der sich ständig im Spiegel bewundert. Ob "Rechenstab" Eigstler oder "Hai" Wilhelm als würdige Nachfolger der "Hausdrachen" Indra Baier-Müller taugen, blieb in der Schwebe – eine klare Empfehlung suchte man im Sketch vergebens.
Der Arzt und Komiker Spitzer steuerte seinen Teil zur Komik bei, indem er über seine Parkprivilegien in Kempten scherzte und sang: "Ich zahl' keinen Cent fürs Parken – in Kempten kennt mich jeder!". Zudem verweigerte er in seiner Praxis persönlich die Untersuchung von Patienten auf Durchfall – eine weitere absurde Pointe.
Den Schluss bildete eine Warnung der "Hexe Mechthilde", die über das wahre Wesen politischer Mandate sinnierte. Letztlich wurden die FDP-Alternativen als wenig überzeugend dargestellt, sodass beim Publikum kaum Zuversicht in die OB-Aspiranten zurückblieb.
Die Satire unterstrich die Schwierigkeiten der FDP, für 2024 schlagkräftige Oberbürgermeister-Kandidaten aufzubieten. Zwar wurden einzelne Persönlichkeiten und ihre Eigenheiten schonungslos auf die Schippe genommen – doch wie die Spottattacken die öffentliche Meinung prägen könnten, blieb offen. Die anhaltende Unterstützung der Amtsinhaberin bleibt indes ein zentrales Diskussionsthema im Vorfeld der Wahl.
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