Renaturierte Flüsse in Baden: Wie kleine Maßnahmen große Wirkung zeigen
Nico KellerRenaturierte Flüsse in Baden: Wie kleine Maßnahmen große Wirkung zeigen
Umweltstaatssekretär Andre Baumann und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan besichtigten am Freitag, dem 27. März 2026, Renaturierungsprojekte an Wasserläufen in Bahlingen, Riegel und Teningen. Ziel der Reise war es, die Fortschritte bei der Wiederbelebung kleinerer Flüsse und Bäche zu begutachten sowie den Hochwasserschutz und die ökologische Gesundheit zu verbessern.
In Bahlingen besichtigten die Verantwortlichen ein abgeschlossenes Projekt an der Glotter. Der renaturierte Abschnitt bietet nun reichhaltigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen sowie einen besseren Hochwasserschutz. Einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen – wie das Einbringen von Totholz, die Verbreiterung der Uferbereiche und die Gestaltung vielfältiger Fließgewässerstrukturen – zeigten hier Erfolg.
Der Besuch unterstrich das übergeordnete Ziel, ähnliche Vorhaben in der gesamten Region zu beschleunigen. Lokale Vertreter wiesen darauf hin, dass viele kleinere Verbesserungen mit minimalem bürokratischem Aufwand in die regelmäßige Unterhaltung der Gewässer integriert werden könnten. Die Gespräche in Riegel und Teningen offenbarten jedoch weiterhin bestehende Herausforderungen, insbesondere bei Planungsvorschriften und administrativen Hürden.
Alle Beteiligten betonten die Bedeutung der Renaturierung von Gewässern für die Artenvielfalt, die Anpassung an den Klimawandel und die regionale Entwicklung. Gemeinsames Ziel ist es, künftige Renaturierungsmaßnahmen schneller und unkomplizierter umzusetzen.
Der Besuch machte die Vorteile praktischer Renaturierungsmethoden deutlich. Projekte wie das in Bahlingen zeigen, wie bereits kleine Eingriffe Ökosysteme stärken und die Widerstandsfähigkeit gegen Hochwasser erhöhen können. Künftig wollen die Verantwortlichen die bürokratischen Hindernisse abbauen, um solche Maßnahmen auf weitere Gewässer auszuweiten.






