Rauchbombe in Bergisch Gladbach löst Großeinsatz nach Familienstreit aus
Lina HuberRauchbombe in Bergisch Gladbach löst Großeinsatz nach Familienstreit aus
Ein gewaltsamer Familienstreit in Bergisch Gladbach löste am Montag einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Der Vorfall begann, als ein 32-jähriger Mann während einer Auseinandersetzung mit seinem 77-jährigen Vater angeblich eine Rauchbombe zündete. Nachdem dichter Rauch das Treppenhaus des Gebäudes gefüllt hatte, rückten Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und Polizisten zum Einsatzort aus.
Die Konfrontation eskalierte in einer Wohnung in der Hauptstraße. Augenzeugen berichteten, der Sohn habe die Rauchbombe entzündet und auf seinen Vater geworfen. Daraufhin trat der ältere Mann das Gerät weg, sodass es in das gemeinsame Treppenhaus rollte. Dort entzündete es eine Fußmatte und füllte die Flure mit Rauch.
Anwohner saßen plötzlich in ihren Wohnungen fest, einige winkten verzweifelt von Balkonen und Fenstern aus um Hilfe. Die Rettungskräfte trafen mit großem Aufgebot ein: Rund 40 Feuerwehrleute und Sanitäter wurden von Polizeieinheiten unterstützt. Die Einsatzkräfte befreiten vier Personen aus dem Gebäude und versorgten weitere vor Ort. Der 77-jährige Vater wurde wegen einer leichten Rauchgasvergiftung behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.
Die Behörden bestätigten, dass sich das Feuer auf die Fußmatte beschränkte und keine strukturellen Schäden am Gebäude verursachte.
Gegen den Sohn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Zudem wurde eine 14-tägige Annäherungsverbot gegen ihn verhängt. Zehn Personen wurden medizinisch untersucht, doch nur der ältere Vater musste stationär behandelt werden.






