Österreichs Politiker erhalten 2025 erstmals seit Jahren eine Gehaltserhöhung
Nico KellerÖsterreichs Politiker erhalten 2025 erstmals seit Jahren eine Gehaltserhöhung
Österreichische Bundespolitiker erhalten 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent. Die Anpassung folgt auf drei Jahre mit eingefrorenen Bezügen und unter der Inflationsrate liegenden Erhöhungen. Betroffen sind der Bundespräsident, der Bundeskanzler, der Vizekanzler, die Regierungsmitglieder sowie die Abgeordneten des Nationalrats.
Die ÖVP, SPÖ und NEOS hatten die Reform bereits in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Die Bezüge der Politiker sind gestaffelt und müssen grundsätzlich jährlich angepasst werden. Allerdings blieben die Gehälter der Regierungsmitglieder und des Bundespräsidenten seit 2021 unverändert, während die Abgeordneten 2024 lediglich eine teilweise inflationsbedingte Erhöhung erhielten.
Wiederholte Einfrierungen und unter der Teuerungsrate liegende Anpassungen haben seit 1997 die Kaufkraft der Politikergehälter verringert. Die nun beschlossene Erhöhung gleicht die Inflation nicht vollständig aus und trägt so zur Haushaltskonsolidierung bei. Die Finanzierung von Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleibt für die nächsten zwei Jahre unverändert.
Die Ein-Prozent-Erhöhung stellt die erste Anpassung nach drei Jahren ohne jede Gehaltsanhebung dar. Sie tritt 2025 für alle Spitzenpositionen auf Bundesebene in Kraft. Die Maßnahme verbindet Haushaltsdisziplin mit einer bescheidenen Korrektur der langjährigen Lohnstagnation.






