Niedersachsen diskutiert über neuen Feiertag am Internationalen Frauentag
Charlotte JägerNiedersachsen diskutiert über neuen Feiertag am Internationalen Frauentag
Vorschlag für gesetzlichen Feiertag am 8. März in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Ein Vorstoß, den Internationalen Frauentag am 8. März in Niedersachsen zu einem offiziellen Feiertag zu erklären, erhält zunehmend Unterstützung. Die Initiative geht auf ein Bündnis aus Gewerkschaften und Frauenrechtsorganisationen zurück und hat bereits breite Zustimmung gefunden – bisher wurden über 5.000 Unterschriften gesammelt.
Die Kampagne startete mit einer Allianz zwischen dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft ver.di und dem Landesfrauenrat. Ihre Petition wurde vom Petitionsausschuss geprüft und anschließend an das Parlament weitergeleitet. Die Abgeordneten baten daraufhin das Innenministerium, den Vorschlag zu bewerten.
Das Ministerium führte in der Folge Gespräche mit den Initiator:innen sowie mit Wirtschaftsverbänden und anderen Organisationen. Einige Arbeitgeber äußerten Bedenken wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen eines zusätzlichen Feiertags. Eine Vertreterin von ver.di verwies jedoch auf Studien, die keine negativen Effekte nach der Einführung früherer Feiertage nachweisen konnten.
Damit der Vorschlag Gesetz wird, muss eine Fraktion im Landtag einen entsprechenden Antrag einbringen. Die Unterstützer:innen der Initiative wollen dies vorantreiben, indem sie Abgeordnete und die Öffentlichkeit einbinden. Zudem planen sie eine Demonstration vor dem niedersächsischen Landtag während der nächsten Plenarsitzung.
Niedersachsen hat derzeit nur zehn gesetzliche Feiertage – weniger als jedes andere Bundesland. Sollte der Antrag angenommen werden, wäre dies ein bedeutender Schritt für die Region. Die weitere Bewertung durch das Innenministerium und die laufenden Beratungen werden die nächsten Schritte bestimmen.
