Mozarts Così fan tutte wird zum echten Beziehungsexperiment auf der Bühne
Nico KellerMozarts Così fan tutte wird zum echten Beziehungsexperiment auf der Bühne
Das Staatstheater Wiesbaden wagt in dieser Spielzeit einen kühnen Zugang zu Mozarts Così fan tutte. Die Oper wird als lebendiges Beziehungsexperiment inszeniert – und verwischt so die Grenze zwischen Bühne und Wirklichkeit. Karten für die ungewöhnliche Produktion kosten lediglich 10 Euro.
Die Regisseurin Marie-Ève Signeyrole deutet den Klassiker radikal um: Statt bloßer Unterhaltung will sie das Publikum herausfordern. Ihre Version bricht mit Konventionen und legt schonungslos die Abgründe von Liebe und Vertrauen frei. Aus Don Alfonsos berühmter Wette wird ein Campus-Spiel, die Bühne verwandelt sich in eine Kunsthochschule.
Doch das Publikum bleibt nicht distanzierter Zuschauer – es wird selbst zum Teil des Geschehens. Zwanzig junge Paare zwischen 18 und 35 Jahren nehmen auf der Bühne Platz und rücken so ins Zentrum der Handlung. Vorkenntnisse sind nicht nötig, doch Mut und Humor sollten die Teilnehmer mitbringen.
Der Abend beginnt hinter den Kulissen und durchbricht damit die übliche Trennung zwischen Darstellern und Zuschauern. Signeyroles Konzept sprengt die Grenzen von Musik und Drama: Così fan tutte wird zu einem immersiven Test für Beziehungen.
Das Theater sucht nun junge Paare, die sich auf dieses gewagte Experiment einlassen. Mit Eintrittspreisen von nur 10 Euro verspricht die Produktion einen Abend, wie ihn keine traditionelle Oper bieten kann. Hier prallen Kunst und echte Emotionen aufeinander – mitten auf der Bühne.






