Modedesigner löst Shitstorm aus: Jisoo von Blackpink im Visier ihrer Fans
Niklas MüllerModedesigner löst Shitstorm aus: Jisoo von Blackpink im Visier ihrer Fans
Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, indem er dem K-pop-Star Jisoo von Blackpink vorwarf, geliehene Kleidungsstücke nicht zurückgegeben zu haben. Die Aussage löste umgehend eine Welle der Empörung bei ihrer treuen Fangemeinde aus, die allein auf Instagram über 80 Millionen Anhänger zählt. Voortmans ruderte später zurück und räumte ein, er habe sie nicht angreifen wollen, sondern lediglich eine Reaktion von ihrem Team erhofft.
Der Streit begann, als Voortmans Jisoo öffentlich nannte und andeutete, sie habe Kleidungsstücke behalten, die für ein Fotoshooting bestimmt waren. Die Fans reagierten heftig, woraufhin der Designer seine Aussage relativierte. Später bekundete er sogar seine Bewunderung für die Sängerin und verurteilte den Online-Hass, dem sie ausgesetzt war.
Ursprünglich hatte Voortmans zugesagt, das Thema in einem Interview mit WWD zu erörtern, lehnte später jedoch ab und erklärte, die Angelegenheit werde privat geklärt. Seine Äußerungen warfen ein Schlaglicht auf die Intensität parasozialer Beziehungen in der Fan-Kultur – ein Phänomen, das in einem Bericht von Carat US und Fandom aus dem Jahr 2025 untersucht wurde. Demnach treiben solche Bindungen erhebliche Konsumausgaben und Engagement voran.
Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, betonte, dass Fans beträchtlichen Einfluss entfalten, wenn es darum geht, ihre Idole zu verteidigen. Der Vorfall zeigte zudem die Risiken auf, denen Marken begegnen, wenn sie Fankulturen kommerzialisieren: Überkommercialisierung oder wahrgenommene Respektlosigkeit können starken Widerstand auslösen.
Die Auseinandersetzung zwischen Voortmans und Jisoos Unterstützern offenbart die Machtverhältnisse zwischen Schöpfern und Fangemeinschaften. Zwar zog der Designer seine Vorwürfe zurück, doch die Episode dient als Mahnmal dafür, wie schnell sich Konflikte in von Prominenz geprägten Branchen hochschaukeln können. Marken und Designer müssen diese Beziehungen mit Bedacht steuern, um hochengagierte Zielgruppen nicht zu verprellen.






