Mediengiganten kaufen auf: Wie zwei Zeitungsdeals die Branche umkrempeln
Charlotte JägerMediengiganten kaufen auf: Wie zwei Zeitungsdeals die Branche umkrempeln
Medienlandschaft in Deutschland: Zwei große Zeitungsdeals verändern die Branche
Die deutsche Medienlandschaft erlebt erneut einen tiefgreifenden Wandel: Mit zwei bedeutenden Zeitungsübernahmen festigen große Verlagshäuser ihre Vorherrschaft gegenüber kleineren Verlagen. Ende Februar übernahm das DuMont Medienhaus die Kölnische Rundschau, während die Rheinische Post Anfang März Pläne bekannt gab, mehrere westfälische Titel zu kaufen. Beide Deals unterstreichen die wachsende Konzentration in der Branche.
Der erste Abschluss datiert auf den 29. Februar, als DuMont die traditionsreiche Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag erwarb. Damit erweitert der Konzern sein Portfolio um eine weitere etablierte Regionalzeitung.
Nur wenige Tage später, am 4. März, kündigte die Rheinische Post an, eine Gruppe westfälischer Zeitungen inklusive ihrer Digitalplattformen zu übernehmen. Sollte der Deal vollzogen werden, würde die Rheinische Post zum auflagenstärksten Tageszeitungsverlag in Nordrhein-Westfalen aufsteigen.
Die regulatorische Kontrolle solcher Fusionen bleibt jedoch begrenzt. Das Bundeskartellamt prüft lediglich die Auswirkungen auf Leserzahlen und Werbemärkte – nicht aber, wie Zusammenschlüsse die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Öffentlichkeit beeinflussen könnten.
Die beiden Übernahmen folgen einem klaren Branchentrend: Immer mehr unabhängige Kleinverlage werden von großen Medienkonzernen geschluckt. Die Folge: Weniger Unternehmen kontrollieren einen immer größeren Anteil der regionalen Berichterstattung in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland.






