Leverkusens Trainingszentrum in Monheim: Warum der Kompromiss über die Zukunft entscheidet
Lina HuberLeverkusens Trainingszentrum in Monheim: Warum der Kompromiss über die Zukunft entscheidet
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein leistungsfähiges Trainingszentrum. Nach massivem lokalem Widerstand hat der Verein nun seine Pläne für einen Campus in Monheim am Rhein deutlich reduziert. Das Projekt gilt als entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Teams.
Ursprünglich hatte der Club 70 mögliche Standorte geprüft, bevor die Wahl auf Monheim am Rhein fiel. Der geplante Campus sollte zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Die aktuelle Version ist jedoch die kleinste machbare Lösung, um sportliche und betriebliche Anforderungen zu erfüllen.
Sportdirektor Simon Rolfes warnt vor schweren Folgen, sollte das Vorhaben scheitern. Ohne den Campus drohe Leverkusen im Infrastrukturvergleich mit anderen Bundesliga-Klubs zurückzufallen. Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklung genau verfolge.
Die reduzierte Planung bleibt vorerst die beste Option für den Verein. Bei einer Genehmigung würde der Campus die Ausbildung und Förderung junger Talente unterstützen. Ein Scheitern könnte Leverkusens Fähigkeit beeinträchtigen, langfristig auf höchstem Niveau mitzuspielen.
