24 March 2026, 10:04

Leuchtturm Roter Sand zieht von der Nordsee nach Fedderwardersiel um

Eine Zeichnung von mehreren Schiffen auf dem Wasser mit einem Leuchtturm im Hintergrund und handgeschriebener Text auf dem Papier.

Leuchtturm Roter Sand zieht von der Nordsee nach Fedderwardersiel um

Historischer Leuchtturm Roter Sand wird nach Fedderwardersiel umgesiedelt

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Der historische Leuchtturm Roter Sand, ein Wahrzeichen deutscher Ingenieurskunst im Wasserbau, soll künftig in Fedderwardersiel stehen. Das 1885 erbaute, 140 Jahre alte Bauwerk hat durch Wind und Wellen zunehmend Schaden genommen. Nun haben die Behörden einen neuen Standort an der Küste ausgewählt, um das Denkmal für die Zukunft zu bewahren.

Ursprünglich war der Leuchtturm als erstes Offshore-Bauwerk der Welt in der Außenweser-Mündung errichtet worden, etwa 30 Seemeilen nördlich von Bremerhaven. Bis zu seiner Außerdienststellung 1964 geleitete er Schiffe sicher entlang der norddeutschen Küste. Doch Erosion und Wettereinflüsse haben den Turm im Laufe der Zeit so stark geschwächt, dass eine Verlegung unumgänglich wurde.

Mehrere Standorte bewarben sich um die Aufnahme des Leuchtturms. Bremerhaven und Hooksiel in Friesland reichten Angebote ein, schieden jedoch nach einer ersten Prüfung aus. Auch Wilhelmshaven wurde in Betracht gezogen, bevor Fedderwardersiel als bevorzugte Lösung feststand. Die hinter dem Projekt stehende Stiftung entschied sich für den Standort wegen seiner Küstenlage und der guten Infrastruktur.

Künftig wird der Leuchtturm in der Nähe des Garnelenfischerhafens von Fedderwardersiel stehen. Der Ort erfüllt alle technischen Anforderungen und ermöglicht die Erteilung der notwendigen Baugenehmigung. Mit dem Umzug soll das historische Bauwerk geschützt werden, bleibt aber weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Verlegung bewahrt ein zentrales Stück des deutschen maritimen Erbes. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Leuchtturm als weithin sichtbares Wahrzeichen in Fedderwardersiel erhalten bleiben. Das Projekt sichert sein Überdauern nach Jahrzehnten der Belastung durch die rauen Bedingungen der Nordsee.

Quelle