Leere Büros zu Wohnungen: Wie Deutschlands Städte 60.000 neue Häuser schaffen wollen
Nico KellerLeere Büros zu Wohnungen: Wie Deutschlands Städte 60.000 neue Häuser schaffen wollen
Deutschlands sieben größte Städte könnten leere Büroräume in tausende neue Wohnungen umwandeln. Eine aktuelle Analyse deutet darauf hin, dass durch solche Umnutzungen bis zu 60.000 Wohnungen entstehen könnten. Doch hohe Kosten und gestalterische Herausforderungen könnten den Fortschritt in vielen Gebieten bremsen.
Das Bundesförderprogramm bietet finanzielle Unterstützung für Investoren, die ungenutzte Büros in Wohnraum umbauen. Pro Wohneinheit sind Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro möglich, maximal jedoch 300.000 Euro pro Unternehmen. Die Mittel müssen nicht zurückgezahlt werden, doch die Projekte müssen strenge Energiestandards erfüllen – konkret die Vorgaben des "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien".
Bisher sind konkrete Vorhaben vor allem in Berlin und München dokumentiert. In Berlins Bezirken wie Wilmersdorf, Neukölln und Kreuzberg laufen bereits Umbauten. In München sticht das "Ten Towers"-Projekt als prominentes Beispiel hervor. Zwar zeigen auch andere Großstädte wie Köln und Frankfurt Potenzial, doch dort wurden noch keine abgeschlossenen Projekte gemeldet.
Trotz der Chancen bleiben Hürden bestehen. Bürogbäude erfordern oft kostspielige Umbauten, um als Wohnraum geeignet zu sein. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten machen manche Vorhaben zudem wirtschaftlich unattraktiv. Die Ziele des Programms – Leerstand zu verringern, Wohnraum zu schaffen und klimafreundliche Sanierungen zu fördern – stoßen in der Praxis auf Hindernisse.
Werden die Umnutzungen vollständig realisiert, könnten sie die Wohnungsnot in Deutschlands größten Städten lindern. Die Förderanreize sollen den Umbau von Büros attraktiver machen. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob in den kommenden Jahren die finanziellen und strukturellen Barrieren überwunden werden.






