Lebensmüder Stunt: Mann klettert auf fahrenden Zug für vergessene Tasche
Nico KellerLebensmüder Stunt: Mann klettert auf fahrenden Zug für vergessene Tasche
Ein 46-jähriger Mann aus München ist nur knapp einer schweren Verletzung entgangen, nachdem er auf einem fahrenden Zug einen lebensgefährlichen Stunt versucht hatte. Der Vorfall, der sich am Sonntag ereignete, verursachte erhebliche Verspätungen bei zwölf Zugverbindungen, nachdem der Mann auf den Tritt zwischen den Wagen geklettert war, um vergessenes Gepäck zu bergen.
Der Mann hatte am Osnabrücker Hauptbahnhof seinen Zug verpasst, weil er eine Zigarettenpause eingelegt hatte. Als ihm klar wurde, dass er seine Sachen im Zug vergessen hatte, traf er die leichtsinnige Entscheidung, dem abfahrenden Zug hinterherzulaufen. Statt das Personal zu alarmieren, packte er ein Eisen geländer und kletterte auf den Tritt zwischen zwei Wagen.
Ein Bahnmitarbeiter auf dem Bahnsteig entdeckte den Mann und schlug sofort Alarm. Der Lokführer leitete daraufhin in der Nähe von Ibbenbüren eine Notbremsung ein und brachte den Zug zum Stehen. Züge auf dieser Strecke können Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreichen, was solche Aktionen extrem riskant macht.
Die Behörden bestätigten, dass der Mann "sichtlich mitgenommen, aber körperlich unverletzt" war, nachdem er sich am Geländer festgeklammert hatte. Sein Verhalten führte jedoch zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr und löste Ermittlungen aus. Die Polizei prüft nun den Fall wegen Gefährdung des Bahnverkehrs.
Der Vorfall dient als Mahnmal für die Gefahren, die mit dem Versuch verbunden sind, einen fahrenden Zug zu besteigen oder Gegenstände daraus zu bergen. Reisende werden dringend aufgefordert, bei vergessenem Gepäck umgehend das Bahnpersonal zu informieren. Durch das rücksichtslose Verhalten des Mannes kam es zu Verspätungen und einer offiziellen Untersuchung der verursachten Risiken.






