Krach will Berliner Mietmarkt mit schärferen Kontrollen revolutionieren
Nico KellerKrach will Berliner Mietmarkt mit schärferen Kontrollen revolutionieren
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD für die anstehende Berliner Wahl, setzt den Wohnungsmarkt in den Mittelpunkt seines Wahlkampfs. Er nimmt die explodierenden Mieten und Missstände durch Vermieter ins Visier und fordert schärfere Kontrollen. Zu seinen Plänen gehören ein stadtweites Mietregister sowie strengere Maßnahmen gegen unfaire Praktiken.
Das neue Berliner Mietregister bezeichnete Krach als „bahnbrechende Entwicklung“ und einen „Game-Changer“ für Mieter:innen. Es solle für Transparenz bei den Preisen sorgen und Ausbeutung eindämmen. Zudem forderte der SPD-Politiker eine Bundesklausel, die es Ländern ermöglichen würde, bei Bedarf wieder Mietobergrenzen einzuführen.
Krach verlangte von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Bundeskanzler Olaf Scholz und die Unionspartei über die geplanten Mietkontrollen zu informieren. Vermieter, die Mieter:innen ausnutzten, warnte er: Ab Anfang 2027 würden Kontrollbehörden mit Inspektionen beginnen.
Über die Sachpolitik hinaus forderte Krach Wegner zu einem Tennismatch heraus – und bot sogar an, am Ort von Wegners umstrittenem Spiel während eines stadtweiten Stromausfalls anzutreten. Zudem betonte er die langjährige SPD-Tradition im Kampf für bezahlbaren Wohnraum. Die Partei setze sich seit Jahrzehnten für Mieterrechte ein, länger noch als die Linke, so Krach. Als Beleg nannte er den unter SPD-Führung gegründeten Mietbeirat.
Sein Wahlkampf konzentriert sich auf schnelle Maßnahmen gegen Mietwucher und Vermieterwillkür. Das geplante Mietregister und verschärfte Kontrollen sollen Mieter:innen vor unfairem Gebaren schützen. Mit der Herausforderung an Wegner verleiht Krach der politischen Debatte um die Berliner Wohnungsnot eine persönliche Note.






