19 March 2026, 22:05

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Ein marineblauer Sweater mit einem weißen Logo auf einem weißen Hintergrund.

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Online-Verkauf von Kleidung mit Bezug zu Jeffrey Epstein ausgesprochen. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel, zu denen Sweatshirts mit den Initialen des verurteilten Sexualstraftäters sowie T-Shirts mit Anspielungen auf seine Verbindungen zu Donald Trump gehören. Die Organisation argumentiert, dass diese Produkte Epsteins Verbrechen verharmlosen und seine berüchtigte Vergangenheit für kommerzielle Zwecke ausnutzen.

Die umstrittenen Artikel wurden auf großen Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay entdeckt. Einige T-Shirts schienen die angeblichen Verbindungen zwischen Epstein und dem ehemaligen US-Präsidenten ins Lächerliche zu ziehen. Mouv'Enfants bezeichnete die Ware als obszön und betonte, Epstein sei ein verurteilter Krimineller, der systematisch Minderjährige missbraucht habe – und kein Kultursymbol, das leichtfertig vermarktet werden dürfe.

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Arnaud Gallais, der Gründer der Organisation, kritisierte digitale Marktplätze dafür, solche Angebote nicht ausreichend zu überwachen. Er verwies auf frühere Vorfälle, darunter den Verkauf kindchenähnlicher Sexpuppen Ende 2025, als Beleg für die anhaltende Straflosigkeit auf diesen Plattformen. Zudem wies Mouv'Enfants darauf hin, dass Unternehmen wie eBay und Etsy zwar bereits extremistische oder hassbezogene Waren entfernt hätten, problematische Artikel jedoch weiterhin durchrutschten.

Als Reaktion erklärten Vinted und eBay, die Sweatshirts mit Epstein-Bezug zu löschen. Vinted bekräftigte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Inhalten, die sexuellen Missbrauch verherrlichen. Beide Plattformen haben in der Vergangenheit wiederholt Angebote im Zusammenhang mit prominenten Straftätern entfernt – von NS-Devotionalien bis zu Kartell-thematisierten Produkten – und dabei Verkäufer gesperrt sowie die Moderation verschärft.

Die Kontroverse zeigt die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung von Online-Marktplätzen. Zwar haben Vinted und eBay zugesagt, die Epstein-bezogenen Artikel zu entfernen, doch Mouv'Enfants fordert strengere Kontrollen. Die Organisation setzt sich weiterhin für ein vollständiges Verbot von Merchandise-Artikeln ein, die aus den Verbrechen verurteilter Straftäter Profit schlagen.

Quelle