Jungheinrichs Gewinn bricht ein – Aktie stürzt um 30 Prozent ab
Jungheinrich meldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal – Aktienwert bricht um fast 30 Prozent ein
Der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich verzeichnete im ersten Quartal einen deutlichen Rückgang der Erträge: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ist der Börsenwert des Unternehmens seit Ende 2025 um knapp 30 Prozent eingebrochen und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro. Nach dem vorzeitigen Abgang der Finanzchefin stehen nun Führungswechsel an.
Der Ergebnisrückgang krönt eine schwierige Phase für den Hersteller von Flurförderzeugen. Ein Streik am Produktionsstandort Lüneburg sowie der harte Wettbewerb in der Branche belasteten die Geschäftsentwicklung. Das EBIT für die ersten drei Monate des Jahres lag nur noch bei der Hälfte des Vorjahreswerts.
Finanzchefin verlässt Unternehmen früher als geplant Heike Wulff, die bisherige Finanzvorständin, scheidet früher als vorgesehen aus dem Unternehmen aus. Ihr vorzeitiger Abgang erfolgt nach einer einvernehmlichen Entscheidung mit dem Aufsichtsrat, ihren Vertrag nicht zu verlängern. Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, übernimmt Lars Brzoska, ein weiteres Vorstandsmitglied, kommissarisch die Finanzverantwortung.
Jungheinrich bleibt weiterhin in Familienhand: Die Nachkommen des Firmengründers Friedrich Jungheinrich halten die Mehrheit der Anteile. Die beiden Familienzweige, die von den Töchtern des Gründers abstammen, besitzen gemeinsam 53 Prozent des Unternehmens über 54 Millionen Stammaktien. Daneben werden 45 Millionen stimmlose Vorzugsaktien im MDAX gehandelt, größtenteils im Streubesitz.
Herausforderungen für die Zukunft Nun steht das Unternehmen vor der doppelten Aufgabe, die finanzielle Performance zu stabilisieren und gleichzeitig eine neue Finanzchefin oder einen neuen Finanzchef zu finden. Brzoskas interimistische Führung fällt in eine kritische Phase, in der Jungheinrich operative Herausforderungen und Marktdruck bewältigen muss. Die anhaltende Mehrheitsbeteiligung der Familie sichert dabei langfristigen Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens.






