Hamburg öffnet Hochschulen: Immer weniger Studiengänge mit NC-Beschränkung
Nico KellerHamburg öffnet Hochschulen: Immer weniger Studiengänge mit NC-Beschränkung
Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge in Hamburg sinkt stark
Innerhalb von nur zwei Jahren ist der Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge in Hamburg deutlich zurückgegangen – von 62,4 auf nur noch 37,6 Prozent. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend bei der Öffnung der Hochschulbildung wider.
Noch vor einem Jahrzehnt unterlagen fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge in Deutschland Zugangsbeschränkungen. Damals lag der Anteil bei 47,6 Prozent. Aktuell sind nur noch 31,6 Prozent der Programme zulassungsbeschränkt – ein leichter Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Bis zum Wintersemester 2026/27 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel aller Studiengänge für alle Bewerberinnen und Bewerber offenstehen. Derzeit können Studierende bereits sieben von zehn grundständigen Studiengängen ohne bestimmte Notenvorgaben aus dem Abitur belegen.
Regionale Unterschiede bleiben jedoch bestehen: Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen nach wie vor die höchsten Anteile an zulassungsbeschränkten Studiengängen. Dagegen bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz die besten Chancen für Studieninteressierte – hier ist weniger als jedes fünfte Studienangebot mit Zugangsvoraussetzungen verbunden.
Die sinkende Zahl der beschränkten Studienplätze erleichtert vielen Bewerberinnen und Bewerbern den Einstieg ins Studium. Hamburgs deutliche Reduzierung zeigt, wie schnell sich die Rahmenbedingungen ändern können. Immer mehr Studierende werden künftig leichter einen Platz in ihrem Wunschfach finden.






