Guram Gvasalias Vetements-Comeback: Schlichtheit statt Spektakel in Paris
Niklas MüllerGuram Gvasalias Vetements-Comeback: Schlichtheit statt Spektakel in Paris
Guram Gvasalia präsentierte in Paris erstmals im Rahmen der Herrenmode-Woche seine neueste Vetements-Kollektion. Die Show fand in einem Tunnel unter dem Novotel Paris Centre Tour Eiffel statt – obwohl die Einladung die Adresse des Hotels oberirdisch angab.
Die Veranstaltung begann mit 45 Minuten Verspätung, begleitet von intensiver Musik, die die Stimmung bestimmte. Gvasalia wollte die Marke auf ihre Ursprünge zurückführen und setzte auf Alltagskleidung statt auf spektakuläre Anlässe. Die Kollektion zeigte funktionale Stücke wie Jeans, gestreifte Hemden und Trenchcoats, von denen einige reversibel und damit besonders vielseitig waren.
Ein besonderer Fokus lag auf Damenmode – viele Herrenentwürfe wurden von weiblichen Models präsentiert. Laufstegstars wie Alek Wek, Sasha Pivovarova und Sharon Stone, die mit ihrem Auftritt an ihren legendären Basic Instinct-Look anknüpfte, gehörten zu den Highlights. Auch Prominente wie North West, Maluma, Anyma und Olivia Palermo waren unter den Gästen.
Nach der Show wies Gvasalia Bedenken hinsichtlich der Resonanz auf die Kollektion mit einem lapidaren Kommentar zurück: „Wer es versteht, der versteht.“
Die Präsentation markierte eine Rückkehr zum ursprünglichen Vetements-Ansatz: funktionale, zugängliche Mode. Gvasalias Betonung von Schlichtheit und Tragekomfort deutet auf einen Abschied von auffälligen Statement-Pieces hin. Der ungewöhnliche Veranstaltungsort und der verspätete Beginn machten den Auftritt zu einem denkwürdigen Debüt im Pariser Herrenmode-Kalender.
