02 April 2026, 16:04

Goslar testet Tempo 30 auf zwei Hauptstraßen – sechs Monate auf Probe

Vorsicht Geschwindigkeitsbegrenzungsschild an der Seite einer Straße mit einer Wand, Gras, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Goslar testet Tempo 30 auf zwei Hauptstraßen – sechs Monate auf Probe

Goslar führt ab April sechsmonatige Testphase für Tempo 30 auf Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein

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Ab dem 9. April wird Goslar auf der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee ein halbes Jahr lang eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h erproben. Ziel des Modells ist es, die Fahrgeschwindigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig die Verkehrssicherheit im Stadtteil Ohlhof zu erhöhen. Bereits über 200 Anwohner haben die Pläne in einer Petition unterstützt.

Mit der Testphase soll die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h gesenkt werden – das bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer diese Marke überschreiten sollten. Während der Erprobung kommen weder Blitzer noch andere Kontrollen zum Einsatz. Stattdessen wird die Stadt regelmäßig Verkehrserhebungen durchführen, um die Wirkung der Maßnahme zu messen.

Nach den neuen Regeln gilt an den betroffenen Straßen die Vorfahrt "rechts vor links", sodass Fahrzeuge von rechts Vorrang haben. Das Projekt wird sowohl vom Ohlhof-Nachbarschaftsverein als auch vom Goslarer Stadtrat unterstützt. Bei Erfolg könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft eingeführt werden.

Obwohl die genauen Unfallzahlen der vergangenen fünf Jahre nicht öffentlich einsehbar sind, können detaillierte Daten beim Landespolizeipräsidium Niedersachsen oder beim Statistischen Bundesamt angefragt werden. Langfristig soll die Testphase die Verkehrssicherheit und Lebensqualität der Anwohner verbessern.

Die sechsmonatige Erprobung läuft bis Anfang Oktober. Die Stadt wird das Verkehrsverhalten während dieser Zeit kontinuierlich überwachen. Werden die angestrebten Geschwindigkeitsreduzierungen erreicht, könnte die niedrigere Begrenzung beibehalten werden. Ausschlaggebend sind dabei die Akzeptanz der Autofahrer und die Ergebnisse der laufenden Verkehrserhebungen.

Quelle