23 May 2026, 04:07

Gericht gibt Klara Schedlich in #MeToo-Streit gegen Stefan Gelbhaar recht

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

Gericht gibt Klara Schedlich in #MeToo-Streit gegen Stefan Gelbhaar recht

Ein Hamburger Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Berliner Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten Schedlichs entschieden. Das Urteil erlaubt es ihr, bestimmte Aussagen über Gelbhaar zu wiederholen, der Anfang 2025 nach einer Kontroverse aus dem Parlament ausschied.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand eine eidesstattliche Versicherung, die Schedlich dem Rundfunksender RBB im Zusammenhang mit #MeToo-Vorwürfen gegen Gelbhaar vorlegte. Viele dieser Vorwürfe stellten sich später als unbegründet heraus, doch die Affäre kostete ihn seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl. Gelbhaar wies die Anschuldigungen während des gesamten Prozesses zurück und beteuerte stets ihre Unwahrheit.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Oberlandesgericht Hamburg gab Schedlich schließlich recht und gestattete ihr, bestimmte Äußerungen über Gelbhaar zu wiederholen. Die Entscheidung markiert den vorläufigen Höhepunkt eines Streits, der während Gelbhaars Amtszeit begann und letztlich zu seinem Rückzug aus der Politik beitrug.

Das Urteil stärkt Schedlichs Recht, die Vorwürfe trotz ihrer späteren Entkräftung öffentlich zu thematisieren. Gelbhaar, der das Parlament im vergangenen Jahr verließ, hatte bereits zuvor seine gesicherte Kandidatur aufgrund der Folgen des Skandals verloren. Der Fall schafft nun einen Präzedenzfall für die Behandlung ähnlicher Konflikte in künftigen juristischen Auseinandersetzungen.

Quelle