02 May 2026, 18:13

Georg Baselitz – der provokante Neoexpressionist stirbt mit 88 Jahren

Deutsches Propagandaplakat aus dem Jahr 1910 mit einem geflügelten Mann in heroischer Pose mit einem Kranz, betitelt "Künstlerhaus Wien 1910" in fetter Schrift.

Georg Baselitz – der provokante Neoexpressionist stirbt mit 88 Jahren

Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Bekannt für seine markanten neoexpressionistischen Werke, machte er sich auch einen Namen, indem er Motive in seinen Gemälden auf den Kopf stellte. Sein Tod ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem zwei große Ausstellungen seiner Werke in Europa eröffnet werden sollten.

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Baselitz zählte seit Langem zu den wichtigsten Namen der zeitgenössischen Kunst. In Deutschland geboren, nahm er 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft an. Seine Karriere umfasste Jahrzehnte und war geprägt von einem unverwechselbaren Stil, der traditionelle Perspektiven herausforderte.

Nur wenige Tage vor seinem Tod eröffnete er eine Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg. Die Schau zeigte seine neuesten Werke, wobei ein Gemälde der ständigen Sammlung des Museums geschenkt wurde. Eine weitere Ausstellung war in Venedig geplant, im Rahmen der dortigen Biennale-Veranstaltungen.

Seine Methode, Bilder um 180 Grad zu drehen, wurde zu seinem Markenzeichen. Diese Technik, die er in den 1960er-Jahren entwickelte, hob ihn innerhalb der Neoexpressionisten hervor. Sowohl Kritiker als auch Sammler schätzten seine rohen, emotional aufgeladenen Leinwände.

Baselitz hinterlässt ein Erbe bahnbrechender Kunst. Seine letzten Ausstellungen in Salzburg und Venedig werden nun zu Hommagen an sein Wirken. Die Werke bleiben ausgestellt und bieten einen dauerhaften Einblick in seine kreative Vision.

Quelle