18 April 2026, 06:05

Gebrauchtwagenpreise sinken nach Pandemie-Höchstständen um fünf Prozent

Balkendiagramm, das die europäischen Kunststoffmarkttrends im Jahr 2017 mit begleitendem erklärendem Text darstellt.

Gebrauchtwagenpreise sinken nach Pandemie-Höchstständen um fünf Prozent

Die Preise für Gebrauchtwagen in Deutschland sind seit ihrem Höchststand 2023 um etwa fünf Prozent gefallen. Anfang 2025 kostet ein durchschnittliches Fahrzeug rund 27.800 Euro – nach Jahren starker Preisanstiege. Experten prognostizieren für 2026 einen weiteren leichten Rückgang, da sich die Lieferketten stabilisieren und die Neuproduktion von Autos wieder normale Levels erreicht.

Der Preisanstieg bei Gebrauchtwagen begann während der Coronavirus-Pandemie. Weltweit gerieten Lieferketten ins Stocken, besonders stark betroffen war die Automobilbranche. Halbleiterhersteller verlagerten ihre Produktion auf Unterhaltungselektronik, sodass die Autoindustrie mit einem massiven Mangel an Chips kämpfte. Die Krise zwang Fabriken zur Produktionspause und verlängerte die Lieferzeiten für Neuwagen deutlich.

Zwischen 2021 und 2022 stiegen die Durchschnittspreise für Gebrauchtwagen um etwa 19 Prozent – der stärkste Anstieg in so kurzer Zeit. Schätzungen zufolge wurden 2021 zwischen sieben und elf Millionen weniger Fahrzeuge produziert als ursprünglich geplant. Da weniger Neuwagen verfügbar waren, explodierte die Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen und trieb die Preise in die Höhe.

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Bis 2025 hat sich der Markt etwas beruhigt. Die durchschnittliche Standzeit eines Wagens beim Händler beträgt nun etwa 57 Tage – vor der Pandemie lag sie noch bei rund 75 Tagen. Allerdings verlieren nicht alle Modelle gleich stark an Wert. SUVs und Kompaktwagen wie der VW Tiguan oder der BMW X1 behalten ihren Preis gut. Dagegen werden dreijährige Elektroautos mit Batterieantrieb mittlerweile für nur noch etwa 50 Prozent ihres ursprünglichen Preises verkauft – ein Zeichen für die rasche Wertminderung.

Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt zwar stabil, doch die Preise geben langsam nach. Eine anhaltende Nachfrage und die verbesserte Neuproduktion sollten bis 2026 für weitere Stabilität sorgen. Während einige Modelle ihren Wert halten, verzeichnen Elektrofahrzeuge deutlich stärkere Wertverluste beim Wiederverkauf.

Quelle