Freiburgs Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld"
Niklas MüllerFreiburgs Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld"
Die Stadt Freiburg hat eine Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ gestartet. Die Initiative will die alltägliche Realität von Misshandlung thematisieren, der Frauen, Kinder sowie queere und trans Personen in der Stadt ausgesetzt sind.
Gewalt in Freiburg zeigt sich in vielen Formen – von häuslicher Gewalt über sexuelle Belästigung und digitale Übergriffe bis hin zu Angriffen im öffentlichen Raum. Die Kampagne orientiert sich an der Istanbul-Konvention, die von Regierungen verlangt, solche Gewalt systematisch zu bekämpfen und Betroffene besser zu schützen.
Unterstützt wird die Aktion von der Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen einsetzt. Oberbürgermeister Martin Horn betonte, dass die Kampagne Teil einer umfassenderen Strategie ist, die gemeinsam mit lokalen Organisationen entwickelt wurde. Ziel sei es, Betroffene zu stärken, über Hilfsangebote zu informieren und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.
Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, wies darauf hin, dass Gewalt nicht auf körperliche Übergriffe beschränkt sei. Sie unterstrich die Notwendigkeit, alle Formen von Misshandlung zu erkennen und gemeinsames Handeln zu fördern. Die Kampagne wird über Plakate, soziale Medien und weitere öffentliche Initiativen beworben – stets mit Verweisen auf Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene.
Die Aktionen sind bereits in ganz Freiburg sichtbar. Die Materialien zeigen Betroffenen klare Wege auf, um Hilfe zu erhalten. Die Stadt hofft, so Vorurteile abzubauen und die Meldung von geschlechtsspezifischer Gewalt zu erhöhen.
