Frei bekräftigt Koalitionszusammenhalt trotz AfD-Erfolge und Schuldenstreit
Nico KellerFrei bekräftigt Koalitionszusammenhalt trotz AfD-Erfolge und Schuldenstreit
Thorsten Frei, der Kanzleramtsminister der CDU unter Bundeskanzler Olaf Scholz, hat das Vertrauen in die schwarz-rote Koalition bekräftigt. In einer Stellungnahme zu drängenden Themen ging er auf Wirtschaftsreformen, den Aufstieg des Extremismus und die Pläne der Regierung ein, die öffentlichen Finanzen ohne weitere Schulden zu stabilisieren.
Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund aktueller Umfragen, die der rechtspopulistischen AfD Zuwächse auf Kosten der Regierungsparteien bescheinigen – eine Entwicklung, die Sorgen um die politische Stabilität schürt. Frei bezeichnete den Aufstieg der AfD in den Meinungsforschungen als alarmierend und warnte, die politische Mitte müsse ihre Leistung verbessern, um dem Extremismus etwas entgegenzusetzen. Gleichzeitig wies er die Kritik der Partei an den geplanten Defizitausgaben zurück und betonte, dass die nationale Sicherheit die finanziellen Anstrengungen rechtfertige.
In der Wirtschaftspolitik skizzierte er zentrale Reformvorhaben, darunter Steuerentlastungen für Unternehmen, die Einführung eines „aktiven Rentenmodells“ sowie die Abschaffung des Bürgergelds. Zudem versprach er, dass die anstehende Einkommensteuerreform die Mittelklasse entlasten werde, während Spitzenverdiener ihren fairen Beitrag leisten müssten. Der Spitzensteuersatz dürfe, so Frei, normale Arbeitnehmer nicht übermäßig belasten.
Bei der Gesundheitsreform bleibe die Priorität bestehen, die Beitragssätze zu stabilisieren und die Ausgaben an die Einnahmen anzupassen. Er forderte schnelle Fortschritte in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Rente in den kommenden Wochen. Trotz finanzieller Belastungen – auch angesichts der Iran-Krise – lehnte er eine erneute Aussetzung der Schuldenbremse ab und bezeichnete weitere Kreditaufnahmen als verantwortungslos.
Frei räumte ein, dass Kompromisse innerhalb der Koalition notwendig seien, lehnte aber eine Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners ab. Er betonte, die Regierung müsse – und werde – geschlossen bleiben, um ihre Aufgaben zu erfüllen, und unterstrich, dass große Herausforderungen mutige Lösungen erforderten.
Der Fokus der Koalition liegt nun auf der Umsetzung von Steuersenkungen, Rentenanpassungen und Gesundheitsreformen. Freis Aussagen deuten auf einen Kurs der entschlossenen Handlung hin – bei gleichzeitiger Ablehnung von Forderungen nach höheren Schulden.
Angesichts des Drucks durch den Aufstieg der AfD will die Regierung handlungsfähig bleiben und das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen.






