Festival Theaterformen 2026 verwandelt Braunschweig in eine Bühne der Gerechtigkeit
Lina HuberFestival Theaterformen 2026 verwandelt Braunschweig in eine Bühne der Gerechtigkeit
Theaterformen-Festival kommt im Juni nach Braunschweig
Dieses Jahr wird Braunschweig im Juni elf Tage lang Gastgeber des Festival Theaterformen sein. Die Veranstaltung verwandelt sowohl das Staatstheater Braunschweig als auch das ehemalige Gefängnis Rennelberg in kulturelle Zentren. Erstmals erhält die Öffentlichkeit im Rahmen des Festivalprogramms Zugang zu dem historischen Gefängnisgelände.
Die Ausgabe 2026, die von Anna Mülter in ihrem letzten Amtsjahr kuratiert wird, steht unter dem Motto NO PRISON und setzt sich mit dem Thema Gerechtigkeit auseinander. Gezeigt werden 14 Produktionen von Künstler:innen aus 14 Ländern. Neun davon – darunter eine Uraufführung – finden im Staatstheater Braunschweig statt. Das ehemalige Gefängnis Rennelberg hingegen wird Schauplatz für fünf ortsspezifische Neuinszenierungen, die eigens für diesen ungewöhnlichen Veranstaltungsort konzipiert wurden.
Zusätzlich führt eine besondere UNTIL WE ARE ALL FREE-Tour durch das Gefängnisareal. Über die Aufführungen hinaus bietet ein umfangreiches Rahmenprogramm den Besucher:innen weitere Veranstaltungen und Aktivitäten. Die erstmalige Öffnung des Gefängnisses markiert einen bedeutenden Wandel für das Festival und ermöglicht es dem Publikum, sich in einem Ort, der einst mit Inhaftierung verbunden war, intensiv mit dem Thema Gerechtigkeit zu beschäftigen.
Anna Mülter, die scheidende Festivalleiterin, hat diese Ausgabe bewusst so gestaltet, um eine Reflexion über Rechtssysteme und Freiheit anzuregen. Das NO PRISON-Projekt zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm und verbindet die Aufführungen an beiden Spielstätten.
Von Anfang bis Mitte Juni vereint das Festival Theaterformen Theater, Debatten und ortsspezifische Kunst. Die Einbindung des Gefängnisses Rennelberg verleiht der Veranstaltung eine neue Dimension und lädt das Publikum ein, Gerechtigkeit auf immersive Weise zu erleben. Mit Mülters letzter Ausgabe strebt das Festival an, nachhaltige Spuren in der Braunschweiger Kulturlandschaft zu hinterlassen.






